Dressur-Europameisterschaften Pilisjaszfalu: Gold für Deutschlands U25-Dressurreiter

FEI EUROPEAN CHAMPIONSHIP 2022 – CH-U25

U25 Europameister 2022: Raphael Netz (© FN/Lukasz Kowalski)

Das war eine klare Entscheidung bei den Europameisterschaften der U25-Dressurreiter im ungarischen Pilisjaszfalu, und zwar zugunsten der deutschen Equipe. Und auch die Children hatten erste überzeugende Auftritte.

Die U25-Dressurreiter holten Gold mit vier persönlichen Bestleistungen und 222,853 Punkten vor Dänemark (217,471) und den Niederlanden (213,559). Die Intermédiaire II ist die Aufgabe, die über die Vergabe der Mannschaftsmedaillen entscheidet und da verbuchte heute Raphael Netz auf Jessica von Bredow-Werndls Ferdinand BB eine neue persönliche Bestleistung trotz Fehlern in den Zweierwechseln: 75,294 Prozent. Das bedeutete Rang eins in der Einzelwertung der Prüfung für den Titelverteidiger.

Netz gehört seit Jahren zum „U25-EM-Establishment“ und wurde letztes Jahr mit Elastico Europameister im U25-Grand Prix. Elastico wird inzwischen wieder primär von seiner japanischen Besitzerin geritten. Und da Jessica von Bredow-Werndl ja ohnehin eine Schwangerschaftspause einlegen musste, hat sie ihren Florencio-Sohn Stallreiter Netz überlassen.

Bereits gestern hatten Helen Erbe und Carlos trotz strömenden Regens eine tolle Runde präsentiert, die mit 74,853 Prozent und dem zweiten Platz der Einzelwertung belohnt worden war.

Alexa Westendarp und ihrer selbst gezogenen und ausgebildeten Four Seasons gelang heute eine 72,706 Prozent-Runde, das viertbeste Ergebnis der Gesamtwertung.

Die beiden Deutschen Meisterinnen Alina Schrader und Paola waren gestern mit 71,324 Prozent bedacht worden, Rang zehn.

Silber für Dänemark

Die nächste Generation der Weltmeister-Nation holte Silber. Bestes Paar waren Thea Bech und Dionisos mit 72,971 Prozent auf Rang drei. Karoline Rohmann und Jakas Don Louvre wurden Fünfte (72,559), Josefine Hoffmann und Hønnerups Driver Sechste (71,941), Laura Kristine Thorup mit Blue Hors Veneziano Siebte (71,882).

Bronze in die Niederlande

Für die Niederlande unter der Ägide von Monique Peutz-Vegter lieferte Febe van Zwambagt mit Fernandell MS das beste Ergebnis: Rang neun mit 71,441 Prozent. Auch ihre drei Teamkolleginnen erhielten 70 Prozent Ergebnisse: Jessica Poelman auf Chocolate Cookie 71,147 (12.), Julia Bouthoorn mit Choice Finch 70,971 (14.) und Thalia Rockx auf Verdi de la Fanzenda 70,765 (17.).

Children

Die Mannschaftsentscheidung bei den Children fällt erst Samstag. Gestern und heute ging es um die Einlaufprüfung. Den Vogel abgeschossen hat hier Martha Raupach (14) und ihr achtjähriger KWPN-Wallach Jack Sparrow. Sie erhielten eine 10,0 für den Gesamteindruck. Für die drei anderen Kriterien, die das reiterliche Können definieren (Sitz, Hilfengebung, Aufgabe reiten) gab es jeweils die 9,5 vom zuständigen Richter bei E, Magnus Ringmark (SWE). Zusammen mit der technischen Bewertung von 76,071 Prozent ergab das ein Endergebnis von 86,548 Prozent, mit Abstand die Tagesbestleistung.

Die einzige Reiterin, die sich zwischen die deutsche Phalanx drängen konnte, war Sophie van Norel aus den Niederlanden, die mit ihrer neunjährigen Dream Boy-Tochter Itrina auf insgesamt 80,798 Prozent kam, Rang zwei.

Dahinter reihten sich Lotta Plaas mit ihrem 20-jährigen Trakehner Professor Balsamico (79,756), Eve Catherine Bartels auf Freispiel (77,988) und Alessa Marie Maass im Sattel von Floricella (77,810) ein.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.