Hagen: Erste U25 Dressur-EM geht nach Deutschland

Nach drei beinahe gleichwertigen Vorstellungen und einer Glanzleistung von Sanneke Rothenberger können die deutschen U25-Dressurreiterinnen sich als erste Europameister der Geschichte in ihrer Altersklasse feiern lassen.

Zwischenzeitlich hatte es so ausgesehen als würde es eng für das deutsche Team. Dank der Leistungen von Stephanie Kooyman auf dem 13-jährigen Oo Seven-Sohn Winston (73,026 Prozent) und dem elfjährigen Anne Meulendijks mit Avanti v. United (74,421 Prozent) lagen die Holländer vorne, ehe die letzte deutsche Reiterin aufs Viereck ging. Das war Sanneke Rothenberger mit ihrem 15-jährigen Oldenburger De Niro-Sohn Deveraux. Der hatte sie schon zu Junioren- und Junge Reiter-Zeiten zu EM-Gold getragen und tat dies auch heute. Die beiden waren so ziemlich das einzige Paar, bei dem alle fünf Richter sich einig waren: Platz eins. Mit 76,737 Prozent. Das genügte, um das Team an den Niederlanden vorbei zu führen. Deutschland kam auf 222,026 Prozent, das Quartett aus den Niederlanden auf 218,947. Platz drei ging an die schwedische Mannschaft mit 212,711 Prozent in Summe.

Bestleistungen von allen

Auch wenn Sanneke Rothenberger das Gold gesichert hatte, waren die Leistungen ihrer Teamreiterinnen bemerkenswert, betonte Bundestrainer Jürgen Koschel: „Alle drei haben die beste Leistung gezeigt, die sie jemals geritten haben – das ist bei einem Championat, erst recht bei einer Premiere, außergewöhnlich gut.“ Das zweitbeste Teamergebnis hatte recht früh an diesem langen Tag Juliette Piotrowski auf ihrem elfjährigen Sandro Hit-Sohn Sir Diamond geliefert: 72,658 Prozent. Florine Kienbaum und der zwölf Jahre alte Hannoveraner Doktor Schiwago v. Don Frederico waren ihnen mit 72,658 Prozent dicht auf den Fersen. Und auch Nadine Husenbeth lieferte zwar das Streichergebnis, brauchte sich mit ihren 72,526 Prozent nicht zu verstecken. Bemerkenswert: Ihre Platzziffern lauteten 5, 4, 5, 13 und 3. Die 70 Prozent mit der 13 kamen von der Richterin bei M, Janet Lee Foy (USA).

Noten mit Fragezeichen

Noch krasser klaffte die Notenlücke bei der holländischen Teamreiterin Danielle Houtvast mit dem 15-jährigen KWPN-Wallach Utah v. Jazz. Von 3 bis 19 reichten die Rangierungen der Richter. Platzziffer 3 kam von Dr. Evi Eisenhardt, Platz 19 von Magnus Ringmark aus Schweden. Im Durchschnitt ergaben das 71,50 Prozentpunkte. Neben den bereits erwähnten Topreiterinnen Stephanie Kooyman und Anne Meulendijks, die in der Einzelwertung die Plätze zwei und drei hinter Sanneke Rothenberger einnahmen, ritt Maxime van der Vlist auf dem Negro-Sohn Bailey für die Niederlande. Der zehnjährige KWPN-Wallach und seine Reiterin kamen auf 68,789 Prozent, das Streichergebnis.

Das Bronzeteam aus Schweden setzte sich zusammen aus: Josefin Gyllenswärd mit Don Angelo v. Danone-Donnerschwee (71,895 Prozent), Marina Mattsson mit Beckham v. Bernstein (71,737), Mathilde Hannell auf Deela Mae v. De Niro (69,079) und Sanna Nilsson im Sattel des Laurentianer-Sohnes Lennox (64,689).

Alle weiteren EM-Ergebnisse finden Sie hier.

Übrigens: Alle vier deutschen Reiterinnen gehören zum ersten Jahrgang der Deutsche Bank Reitsport Akademie und haben sich – zusammen mit den anderen Mitgliedern jenes Jahrgangs – bereit erklärt, St.GEORG-Lesern eine exklusive Trainingsstunde zu geben. Für weitere Infos und die Anmeldung klicken Sie hier. 

 

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