Jerez: Briten unantastbar

Charlotte Dujardin und Barolo in Jerez 2016

Charlotte Dujardin und Barolo in Jerez 2016 (© www.topiberian.com)

Die Briten dominierten gestern den Grand Prix der zweiten Turnierwoche in Jerez de la Frontera. Vier der fünf vorderen Plätze waren britisch besetzt. Lediglich Portugal Gonçalo Carvalho konnte da mitspielen.

Der Sieg ging an Carl Hester und Nip Tuck. Vergangenes Wochenende musste das zweitstärkste britische Paar sich noch Sönke Rothenberger und Cosmo geschlagen geben. Die beiden sind schon wieder daheim in Deutschland. So war der Weg frei für Englands Meisterausbilder und sein Paradestück, jenen holländischen Don Ruto-Sohn, von dem anfangs niemand gedacht hätte, dass er es überhaupt jemals bis zum Grand Prix schaffen würde, und der heute bei jedem Auftritt ein Beispiel liefert, was korrekte Ausbildung auch bei einem durchschnittlich begabten Pferd zu leisten vermag. So war es auch gestern im Grand Prix. Das Paar erhielt 75,340 Prozent und ließ unterwegs keinen einzigen Punkt liegen.

Auf Platz zwei landete Charlotte Dujardin, die bekanntlich bei Hester gelernt hat. Ihren Star Valegro hat sie zwar dabei, aber nur zu Trainigszwecken. Turniererfahrungen sammelt in Jerez hingegen der zehnjährige Hannoveraner Barolo v. Breitling W-Hitchcock. Gestern erhielt das Paar 73,260 Prozent für seine Vorstellung – wobei es sogar noch mehr hätten sein können, hätten die beiden nicht in den Einerwechseln gepatzt.

Platz drei ging an Portugals Gonçalo Carvalho auf der Lusitano-Stute Batuta mit 71,820 Prozent vor Carl Hester auf seinem zweiten Pferd, dem ebenfalls hannoversch gezogenen Wolkenstein II-Cavalier-Sohn Wanadoo mit 71,360 Prozent. Um den britischen Triumph perfekt zu machen, platzierte sich auch noch Richard Davison auf dem zehnjährigen KWPN-Hengst Bubblingh v. Lingh an fünfter Stelle (69,960).

Auch die Familie Rath/Linsenhoff ist dieses Wochenende wieder in Jerez am Start. Matthias Rath dominierte mit den beiden Oldenburger Fürst Romancier-Kindern Flash Hit und Frangipani die Prüfung der Fünfjährigen. Der Hengst Flash Hit kam auf starke 86,800 Prozent. Die Stute Frangipani erhielt 73,600. Zudem gewann Rath mit dem Sir Donnerhall-Sohn Sir Picardi das Finale der Siebenjährigen (71,121).

Matthias Raths Stiefschwester Liselott Marie Linsenhoff gewann mit dem Nürnberger Burg-Pokalfinalisten Danönchen gestern die internationale FEI-Mannschaftsaufgabe der Junioren und heute die Einzelaufgabe. Zudem siegte sie auf der von Familie Rothenberger übernommenen Stute Golden Girl in beiden Prüfungen der Ponytour. Wobei letzteres auch klar war, da sie die einzige Teilnehmerin war. Aber sie erhielt jedes Mal deutlich über 72 Prozent.

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