Mariakalnok: Deutscher Dressurnachwuchs auf Schleifenjagd

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Rose Oatley und Daddy Moon (© Equitaris/Grömping)

Beim CDI Mariakalnok ist diese Woche gleich eine ganze Reihe von deutschen Nachwuchstalenten am Start. Kein Wunder – das internationale Dressurturnier in Ungarn zählt als eine der ersten Sichtungen für die bevorstehenden Europameisterschaften. Und für die konnten sich heute einige Paare ganz besonders empfehlen!

Den Auftakt machten am Vormittag die Jungen Reiter. In der Einzelaufgabe konnte Jana Schrödter beweisen, dass ihr gestriger Sieg mit der achtjährigen Fürstenball-Tochter Frau Holle kein Zufallstreffer war. Mit 75,353 Prozent – und damit gut drei Prozent Vorsprung – gewann das Paar die Prüfung. Und das bei seinem ersten gemeinsamen Turnier überhaupt! Schon im letzten Jahr hatte Jana Schrödter für eine große Überraschung gesorgt: Als Nachrückerin fuhr sie zur Junioren-EM in San Giovanni, mit drei Goldmedaillen im Gepäck konnte sie die Heimreise antreten. Altersbedingt ist sie nun bei den Jungen Reitern unterwegs – in wenigen Wochen feiert Jana Schrödter ihren 19. Geburtstag.

Sogar noch ein paar Monate jünger ist Henriette Schmidt, die heute auf ihrem Erfolgspferd Rocky’s Sunshine mit 71,824 Prozent Platz zwei belegte. Auch diese beiden zählten im vergangen Jahr zum siegreichen deutschen Junioren-Team bei der EM. Dritte wurde die Niederländerin Julia Bouthoorn mit dem Westfalen S-Klasse (70,912) vor Victoria Raphaela Krüger mit Strahlemann (70,618). Die Plätze fünf bis sieben belegten Charlotte Rühl mit Dante (69,735), Nadine Krause mit Dancer (69,529) und Sophia Ritzinger mit Hayden (68,941).

Rose Oatley auf der Überholspur

Bei den Ponys hatten erneut Rose Oatley und ihr Palomino Daddy Moon die Nase vorne. 76,649 Prozent vergaben die Richter für die Vorstellung der 13-jährigen Tochter von Australiens Championatsreiterin Kristy Oatley. Übrigens: Rose fühlt sich nicht nur im Dressursattel zu Hause, sondern ist auch regelmäßig auf dem Fußballplatz anzutreffen.

Platz zwei ging an die mehrfache Pony-Europameisterin Lucie-Anouk Baumgürtel. Sie hatte allerdings nicht ihr Erfolgspony Massimiliano gesattelt, das seit letztem Jahr von ihrer kleinen Schwester Lana-Pinou vorgestellt wird, sondern saß auf Nasdaq. Bei seinem ersten internationalen Auftritt kam der neunjährige Nemax-Sohn heute auf 74,622 Prozent in der Einzelaufgabe. Damit setzte er sich gegen die EM-Dritten Shona Benner und Der kleine Sunnyboy durch, die 73,514 Prozent erzielten.

Auch der gekörte Fuchs Daily Pleasure zählte 2019 zum EM-Team, damals allerdings noch unter Antonia Busch-Kuffner. Inzwischen hat die 14-jährige Antonia Roth die Zügel übernommen. Mit 73,216 Prozent belegten die beiden heute Platz drei. Dahinter rangierten Diana De Meo mit Charly Brown (71,108), die Österreicherin Felicita Simoncic mit Chantre (71,0) sowie Pauline von Wulffen mit ihren beiden Ponys Dujardin (71,0) und Top Queen (70,946). Lana-Pinou Baumgürtel und Massimilano wurden mit 70,919 Prozent Neunte.

Neues Pferd für Jana Lang

In der Konkurrenz der Junioren gab es ebenfalls eine deutsche Siegerin: Jana Lang mit Baron. Erst seit etwa 2,5 Monaten hat die 17-Jährige den KWPN Wallach v. Johnson im Stall, der bisher von Jasmine Sanche-Burger geritten wurde. Bei seiner ersten gemeinsamen Junioren-Einzelaufgabe erreichte das neue Duo auf Anhieb 73,137 Prozent – besser war kein anderes Paar! „Wir haben noch viel Luft nach oben und ich freue mich sehr darauf, wie unsere Reise weitergeht“, freute sich Jana Lang über das gelungene Debüt.

Zweiter in dieser Prüfung wurde der Österreicher Felix Artner auf Sisley Santino (71,422) vor Franziska Nölken mit Rigamento Royal (71,127). Auch noch ganz „frisch zusammen“ sind Shona Benner und die elfjährige Hannoveraner Stute Brisbane. Bisher stellte Helen Langehanenberg, bei der Shona Benner auch trainiert, die Belissimo-Tochter vor. Mit 68,628 Prozent reichte es für die beiden heute noch für den elften Platz.

Alle Ergebnisse aus Mariakalnok finden Sie hier.

 

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