Rotterdam: Nieuwenhuis vor Becks und Nowag im U25-Grand Prix

Siegerehrung der Jungen Reiter: Gold für Jeanine Nieuwenhuis, Silber für Jil-Marielle Becks. Das Bild stammt aus der Platzierung der Einzelwertung in der Mannschaftsaufgabe, wo die Rangierung dieselbe war wie heute, als die Einzelmedaillen verteilt wurden.

Siegerehrung der Jungen Reiter bei der EM 2016 in Oliva: Gold für Jeanine Nieuwenhuis, Silber für Jil-Marielle Becks. (© Alberto Martinez Bracero)

Nachdem Edward Gal am Nachmittag den Nationenpreis-Grand Prix gewonnen hatte, sorgte Jeanine Nieuwenhuis für den zweiten Dressursieg für die Gastgeber, diesmal im U25-Grand Prix. Dahinter reihten sich die beiden deutschen Vertreterinnen ein.

Jeanine Nieuwenhuis ritt ihr Erfolgspferd, den 13-jährigen United-Sohn Athene, der sie auch schon bei den Europameisterschaften der jungen Reiter 2016 in Oliva zum Titel getragen hatte. Und schon damals war der heute 23-Jährigen Jil-Marielle Becks mit Damon’s Satelite auf den Fersen gewesen. Das Duell ruhte ein Jahr, weil Jeanine schon im vergangenen Jahr zu den U25-Reitern gewechselt war und dort unter anderem Team-Silber bei der EM in Lamprechtshausen gewonnen hatte. Nun ist auch Jil-Marielle Becks im U25-Lager unterwegs.

Heute musste sie der niederländischen Konkurrenz allerdings klar den Vortritt lassen. Alle fünf internationalen Richter hatten Nieuwenhuis und ihren United-Sohn auf Rang eins. In Prozent hieß das: 72,359.

Bei Jil-Marielle Becks und dem einstigen Reitpferdebundeschampion vergaben die Richter dreimal den zweiten und zweimal den vierten Platz. Sie kamen auf 70,718 Prozent.

Ihnen dicht auf den Fersen war ein Paar, das im vergangenen Jahr Mannschaftsgold bei der U25-EM in Lamprechtshausen gewonnen hatte: Bianca Nowag mit Fair Play RB v. Fidermark. Der 14-jährigen westfälischen Stute gaben die Richter 70,410 Prozent.

Rang vier war mit Maxime van der Vlist und dem zwölfjährigen Negro-Sohn Bailey wieder niederländisch besetzt (69,256), gefolgt von der Kanadierin Naima Moreira Laliberte im Sattel des Sandro Hit-Sohnes Statesman (67,974) und der Schwedin Isabella Toveka auf der Hannoveraner Stute Happiness v. Hochadel (67,821).

Wer nun denkt, der Name Happiness komme ihm bekannt vor, liegt richtig. Die Stute hatte ihren internationalen Durchbruch als sie 2016 beim Deutschen Dressur-Derby in Hamburg Zweite in Grand Prix und Special wurde. Damals saß allerdings noch Michelle Hagman in ihrem Sattel. Ihre Landsmännin Isabella Tovek ritt im Mai 2017 das erste internationale Turnier mit ihr.

Statesman von Naima Moreira Laliberte ist übrigens auch kein Unbekannter. Er ging zuvor unter dem Spanier Jordi Domingo Coll, der mit ihm unter anderem auch 2017 beim CHIO Aachen am Start gewesen war sowie bei der EM in Göteborg. Mit seiner neuen Reiterin ist Rotterdam das erste internationale Turnier. Göteborg 2017 war das letzte Turnier des Sandro Hit-Sohnes gewesen.

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