Gerichtsurteil im Fall Poetin

Das französische Gestüt Haras de Hus von Xavier Marie hat den Prozess gegen die holländische ING Bank verloren, von der de Hus 2005 die Superstute Poetin aus der Konkursmasse des Vorbesitzers erworben hatte.

Das Haras de Hus hatte die einstige Weltmeisterin der jungen Dressurpferde in dem Glauben erworben, ein Sportpferd in den Stall zu bekommen. Tatsächlich litt die Sandro Hit-Brentano II-Tochter aber unter schwerer Hufrehe und musste drei Monate später eingeschläfert werden.

In seiner Klage monierte der Käufer, dass die ING Bank Poetin als ein gesundes Dressurpferd verkauft hätte, obwohl ihnen bekannt war, dass das Pferd schon seit längerem behandelt worden war und unter Medikamenten stand. Er glaubte, dass die ING Bank die relevanten tierärztlichen Informationen absichtlich zurückgehalten hatte. Das Pferd hätte nicht intensiv unter dem Sattel gearbeitet werden dürfen, so wie es bei der Auktion der Fall war.

In der ersten Instanz hatte das Gericht in Amsterdam die Klage abgewiesen, weil sie nicht rechtzeitig eingereicht worden war. Der Käufer hatte dies angefochten. Ende vergangenen Jahres entschied das Gericht dann, dass der Kläger nicht hatte beweisen können, dass die ING Bank von Poetins Krankheit gewusst hatte. Die Klage wurde endgültig abgewiesen. Haras de Hus muss nun für den Wert des Pferdes inklusive aller weiteren Kosten fast 1,2 Millionen Euro bezahlen. (Quelle)

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