Voltigieren beim CHIO Aachen: Latino-Rhythmen und ein deutsches Duell

Sieger Nationenpreis Voltigieren 2017

Die siegreiche Mannschaft des Nationenpreises beim CHIO Aachen Voltigieren: Deutschland II. (© CHIO Aachen/ Michael Strauch)

Ausverkaufte Halle und eine super Stimmung – das erste Wochenende des CHIO Aachen stand ganz im Zeichen der Voltigierer. Und die Deutschen können mit ihrer Leistung sehr zufrieden sein.

Zum ersten Mal ertönte beim Pas de Deux keine Deutsche Nationalhymne beim Voltigieren beim CHIO Aachen. Denn diesmal standen Italiener ganz oben auf dem Treppchen. Das Weltcupsiger-Duo Silvia Stopazzini und Lorenzo Lupacchini auf Rosenstolz an der Longe von Laura Carnabuci siegte im Pas de Deux mit 8,757 Punkten – eine exzellente Show von akrobatischer Meisterleistung zu feurigen Latino-Rhythmen.

Bundestrainerin zufrieden

Der zweite Platz ging an Deutschland: Mit 8,473 Punkten sicherten sich die silberne Schleife Torben Jacobs und Theresa-Sophie Bresch auf Holiday on Ice an der Longe von Alexandra Knauf. Dritte wurden Timo Gerdes und Jolina Ossenberg-Engels auf Caram an der Longe von Claudia Döller-Ossenberg-Engels mit 8,448 Punkten. Vierte wurden die Sieger des Vorjahres, die Österreicher Theresa Thiel und Stefan Csandl mit Crossino an der Longe von Karin Böhmer mit 8,252 Punkten.

Bundestrainerin Ulla Ramge zeigte sich zufrieden mit der Leistung ihrer Schützlinge. Dass kein Deutsches Paar ganz oben auf dem Treppchen Steht sei „für den Sport gut“. Außerdem: „Torben und Theresa waren auf einem Reservepferd am Start, Timo und Jolina haben ein ganz neues Pferd und steigern sich derzeit von Prüfung zu Prüfung. Wir haben also allen Grund zufrieden zu sein!“

Nationenpreis: Duell der deutschen Mannschaften

Nachdem die Einzeltitel bereits vergeben wurden, entpuppte sich der Nationenpreis der Voltigierer  als Duell der Mannschaften Deutschland I und Deutschland II. Die Mannschaft I setzte sich zusammen aus Sarah Kay und Erik Oese als Einzelvoltigierer und dem Team NORKA vom VV Köln Dünnwald. Die zweite Mannschaft wurde vertreten von Kristina Boe und Janina Derks sowie dem RSV Neuss-Grimlinghausen.

Letztlich hatte die Mannschaft Deutschland I das Nachsehen. „In diesem Jahr waren die Mannschaften sehr ausgeglichen. Darum haben wir schon gestern gesagt, wir werden kämpfen“, so Kristina Boe zur Taktik der siegreichen Mannschaft Deutschland II. Janika Derks zeigte eine geschmeidige und präzise Vorstellung zum Motto „Das Leben einer Katze“. Und Kristina Boe demonstrierte als Rey aus Star Wars in einem sehr schwierigen Programm, dass die Macht mit ihr war. Zusätzlich zeigte das Team des RSV Neuss-Grimlinghausen eine tolle Runde mit „Alice im Wunderland“. Das Team musste sich am Vortag noch der Konkurrenz aus dem Rheinland und dem Team vom VV Köln-Dünnwald geschlagen geben. Beim entscheidenen Nationenpreis riskierten sie alles und sammelten satte 9,035 Punkte. Mit insgesamt 26,608 Punkten ging der Sieg damit an Deutschland II vor Deutschland I mit 26,121 Punkten. Dritter wurden die Italiener mit 25,531 Punkten.

Besondere Atmosphäre in der Aachener Soers

„Alle haben gezeigt, dass sie super Nerven haben. Auf keinem Turnier der Welt herrscht so eine Atmosphäre wie beim CHIO Aachen. Wer hier gut ist, ist überall gut“, so Bundestrainerin Range. Die ausverkaufte Albert-Fahle-Halle und die vielen Besucher in der Aachener Soers gehen unter anderem auch auf das Konto vom „Tag der offenen Tür“ beim CHIO Aachen. Rund 30.000 Besucher strömten auf das Gelände und genossen das umfangreiche Rahmenprogramm. Ob Ponyshow, Isländer oder Friesen oder das „Turnier der traditionellen Anspannungen“ mit historischen Kutschen – den Zuschauern wurde bisher einiges geboten. Auch die nächsten Tage versprechen exzellenten Sport. Noch bis zum 23. Juli trifft sich die Elite des Pferdesports in Aachen.

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.