Deutsche Voltigierer starten bärenstark in die WM in Tryon

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Thomas Brüsewitz und Danny Boy bei den Weltreiterspielen 2018 in Tryon (USA). (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Große Pferde, durchtrainierte Athletinnen und Athleten. In Tryon bei der Weltmeisterschaft haben die Voltigierer das Sagen in der Halle übernommen. Viele Deutsche mischten vorne mit in der Pflicht.

Die Reiner waren abgereist, der Boden in der Veranstaltungshalle ausgetauscht, die Voltigierer konnten bei den Weltreiterspielen in Tryon mit ihren Wettkämpfen beginnen. Am ersten Tag mussten sich alle der Pflichtaufgabe stellen, der ersten von drei Teilprüfungen. Fahne, Schere, Stehen, Flanke – vor die Kür in Kostüm und Flitter haben die Regelwerk-Götter die Pflicht gesetzt. Über alle Sektionen des Voltigierens zeigten sich die deutschen Teilnehmer besonders pflichtbewusst.

Drei unter den ersten vier in der Herren-Konkurrenz

Unglaublich eng ging die Entscheidung bei den Herren aus. Am Ende triumphierten die deutschen Bewerber mit dem ersten, zweiten und vierten Platz. Die Tageshöchstnote erzielte Thomas Brüsewitz mit 8,480 auf Danny Boy, an der Longe Patric Looser. An zweiter Stelle Jannik Heiland, Endnote 8,467 mit Dark Beluga und Barbara Rosiny an der Longe. Der Franzose Lambert Leclezio war der Dritte im Bunde der Höchstnoten, 8,440 seine Endnote für die Vorstellung auf Poivre Vert, an der Longe Francois Athimon. Auf dem vierten Platz platzierte sich mit 8,286 Jannis Drewell mit Feliciano, Longenführer Lars Hansen. Die hohen Noten geben Aufschluss darüber, auf welchem Niveau die Herren in Tryon turnen. Man darf sich auf die nächsten Tage freuen.

Deutsche Voltigierer fast in der Pole Position

Stark vorgelegt in der Gruppen-Konkurrenz hatte das Team Norka des VV Köln-Dünnwald . Die Kölner Voltigierer vertreten mit Wallach Danny Boy und Patric Looser an der Longe die deutschen Farben. Und sie machten ihre Sache gut, gingen mit 7,794 Punkten zunächst in Führung. Elf Teams gingen an den Start, als vorletzte Gruppe zogen die Schweizer noch am deutschen Team vorbei. „Das eidgenössische Team ist bekannt für reell starke Pflichtleistungen“, relativierten Offizielle den Vorsprung der Schweizer. Die setzten sich wie bei der Europameisterschaft 2017 in Ebreichsdorf an die Spitze, 7,979 Punkte das Ergebnis des Team Lütisburg auf Rayo de la Luz an der Longe vorgestellt von Monika Winkler-Bischofsberger.

Dennoch herrschte große Zufriedenheit im deutschen Lager. Teammitglied Torben Jacobs lobte die Bedingungen, die für die Voltigierer in Tryon geschaffen wurden, die Atmosphäre und gute Stimmung in der Halle. Bundestrainerin Ulla Ramge war hochzufrieden mit den Leistungen ihrer Schützlinge. „Das war ein guter Auftakt, wie aus einem Guss. Wir hatten keine Standardabzüge wie Galoppfehler, Taktfehler oder Verzögerungen. Der eine oder andere hatte vielleicht die Handbremse ein bisschen angezogen, dafür waren andere genial“.

Damen lange ganz vorne

Bis zur letzten Startergruppe sah es noch nach einem Triple für die deutschen Damen aus, doch dann mischten die Mitfavoritinnen die deutsche Reihe noch auf. In der Endabrechnung  belegten sie die Plätze zwei, sechs und sieben. Mit der Endnote 8,506 stand die Österreicherin Katharina Luschin mit Fairytaile, Longenführerin Maria Lehrmann vorn, Endnote 8,506. An zweiter Stelle Kristina Boe aus Hamburg (8,347) und Don de la Mar, an der Longe Winnie Schlüter. Das in vielen erfolgreichen Wettkämpfen zu einem starken Team zusammengewachsene Trio genoss den Auftritt in der schwül-heißen Halle in Tryon. „Wir haben hier fantastische Bedingungen“.

Die Musik ist top, der Boden 1a, besser können wir es nicht haben.

Auf den dritten Platz voltigierte mit Daniela Fritz eine weitere Österreicherin. Wiederum an der Longe Maria Lehrmann, wieder Fairytale als vierbeiniger Partner (8,294).

Morgen beginnen die ersten Kürwettbewerbe.

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