Donauschingen: Guter EM-Auftakt für deutsche Vierspännerfahrer

Driving dressage – Donaueschingen 2019

Benjamin Aillaud und seine Arabo-Friesen begeisterten in der EM-Dressur von Donaueschingen. (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Das EM-Jahr 2019 beginnt in Donaueschingen mit den Vierspänner-Fahrern. Heute war Dressurtag. Und die Deutschen schlugen sich gut!

In der Mannschaftswertung belegt das Team mit Michael Brauchle, Anna Sandmann und Georg von Stein aktuell den zweiten Platz (96,16 Punkte). Es führen die Niederländer (87,90 P.), die mit Koos de Ronde und Vater Ijsbrand und Sohn Bram Chardon ihren Titel aus 2017 verteidigen wollen. An dritter Stelle rangiert die französische Mannschaft (98,15 P.), die ihre gute Position vor allem Benjamin Aillaud und seinen Arabo-Friesen zu verdanken haben, der die Dressur für sich entscheiden konnte.

Das Publikum feierte Aillaud und sein lackschwarzes Gespann begeistert, die Richter gaben für die harmonische Vorstellung 42,58 Punkte. Damit setzte sich der Franzose vor Ijsbrand Chardon (43,92 P.), der sich mit nur 0,06 Punkten vor seinem Sohn Bram platzierte (43,98 P.).

Große Freude herrschte im deutschen Fahrerlager über den vierten Platz von Georg von Stein (47,58 P.). „Ich hatte ein Super-Gefühl, es hat richtig Spaß gemacht. Und das ist ja immer ein Zeichen dafür, dass es gut klappt“, strahlte er nach seiner Dressurvorstellung.

Das zweitbeste Ergebnis aus deutscher Sicht lieferte Anna Sandmann, 48,58 Punkte, siebter Platz. Die 23-jährige Emsländerin war überraschend ins Team gerückt, nachdem eines der Pferde von Mareike Harm den Vet-Check nicht passiert hatte. Anna Sandmann fuhr ihre Dressur „mit richtig viel Pepp“, wie Bundestrainer Karl-Heinz Geiger anerkennend kommentierte. Für die Tochter von Christoph Sandmann, der bei der EM 2017 die Bronzemedaille in der Einzelwertung gewonnen hat, war die Vorstellung wohl nicht so nervenaufreibend wie für den Bundestrainer und die Teamkameraden. „Ich wusste ja erst seit gestern, dass ich im Team bin, hatte nicht so viel Zeit nachzudenken“, erklärt sie lachend ihre Risikobereitschaft.

Pech für Mareike Harm, deren Gespann durch den Ausfall ihres Pferdes Amicello deutlich geschwächt war. Sie war aufgrund ihrer guten Vorleistungen in diesem Jahr fest als Mannschaftsfahrerin eingeplant. „Aber mit ihrem Ersatzpferd Quebec Sautreuil hat ihr Gespann nicht die gleichen Chancen wie mit Amicello, deshalb ist Anna kurzfristig ins Team gerutscht“, erklärt der Bundestrainer. Mareike Harm war mit ihrem Ergebnis (49,38 P.) auf dem achten Platz durchaus zufrieden. Christoph Sandmann, der ebenfalls als Einzelfahrer am Start war, kam auf Platz neun (51,78 P.).

Das Streichergebnis für das deutsche Team lieferte Michael Brauchle (56,50 P.) auf Platz 20. Brauchle ist, ebenso wie von Stein, als starker Geländefahrer bekannt. Auf beiden ruhen bei der zweiten Teilprüfung zur EM, dem Marathon, große Hoffnungen.

Zwar sind auch hier die Niederländer die Favoriten, aber mindestens die Silbermedaille der EM 2017 zu verteidigen ist das große Ziel der deutschen Fahrer. „Das Gelände ist nicht zu unterschätzen! Der Wechsel in den Hindernissen zwischen Technik und Geschwindigkeit fragt uns alles ab“, beschreibt Georg von Stein die Anforderungen im Marathon.

Christine Meyer zu Hartum

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