Französischer Verband äußert sich zu Olympia-Qualifikationsskandal in Villeneuve-Loubet

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Die französischen Springreiter (v.l.) Frederic Morand, Briand Chevalier Bernard, Roger Yves Bost, Cedric Angot, Penelope Leprevost, Kevin Staut, Sophie Dubourg mit dem ehemaligen Landestrainer Philippe Guerdat. (© Presse)

Vor zwei Tagen kam eine Pressemitteilung des Weltreiterverbandes FEI, dass man bei den CSI2* in Villeneuve-Loubet, Frankreich, irrtümlicherweise Prüfungen abgesegnet hatte, bei denen Reiter Punkte für die Olympiarangliste sammeln konnten. Nun sagt der französische Verband FFE, er habe die FEI bereits im September auf das Problem hingewiesen.

Die Qualifikationsprüfungen in Villeneuve-Loubet waren nach Nennungsschluss noch hinzugefügt worden. Die FEI hatte die neue Zeiteinteilung abgesegnet. An dieser Stelle meldet sich nun die Direktorin des französischen Verbandes (FFE) zu Wort, Sophie Dubourg. Sie sagte gegenüber der Website GrandPrix Replay, sie hätten den Weltreiterverband bereits im September auf die Problematik aufmerksam gemacht. Sie selbst seien nicht befugt, die zusätzlichen Prüfungen zu blockieren.

Dubourg: „Wir sind lediglich der Vermittler zwischen den Turnierorganisatoren und der FEI. Wann immer Änderungen am Programm vorgenommen werden müssen, liegt die Verantwortung bei der FEI.“

Das war im Fall der Turniere von Villeneuve-Loubet der Fall. Die Zeiteinteilung war aber nicht das einzige Problem, wie Dubourg schildert. Sie berichtet ferner, dass französische Reiter anfangs noch nicht einmal eingeladen gewesen waren. Als französische Reiter bei der Trunierorganisation nach einer Startgenehmigung fragten, sei diese „einfach abgelehnt“ worden.

Eigentlich sei das Turnier aufgrund der schlechten Qualität des Platzes ohnehin nicht sehr beliebt gewesen. Die zusätzlichen Ranglisten-Springen hätten die Attraktivität jedoch gesteigert. Dubourg berichtet, sie habe Statements mehrerer französischer Reiter, die berichten, die Veranstalter hätten sie angerufen und versucht, ihnen die Teilnahme auszureden.

Als der Französische Verband die FEI über die Vorgänge unterrichtete, sei die einzige Reaktion gewesen, dass 20 Franzosen zugelassen wurden. Ansonsten sei „alles in Ordnung“. Dubourg: „Jetzt macht die FEI einen Rückzieher und sagt, sie hätten die Prüfungen versehentlich abgesegnet, nachdem sie die FFE gefragt habe.“

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