Paralympics: Alina Rosenberg hat geliefert

Logo der Olympischen Spiele und der Paralympics in Rio

Heute haben die Paralympics in Rio de Janeiro auch für die Pferdesportler begonnen. Und zwar mit einem sehr erfreulichen Ergebnis aus deutscher Sicht.

Alina Rosenberg und Nea’s Daboun waren heute das erste und zugleich auch das einzige deutsche Paar, für das es bereits ernst wurde auf dem Viereck in Rio. Mit der Unterstützung von Stallkamerad Ragaliz von Elke Philipp, der als sogenanntes „Friendly Horse“ zur Unterstützung von Nea’s Daboun am Viereck stand (jeder Teilnehmer darf so ein Friendly Horse mitnehmen), brachten die beiden es auf 73,160 Prozent im Grade Ib und belegten damit Rang drei hinter dem britischen Fahnenträger und zehnfachen Paralympics-Sieger Lee Pearse auf Zion (75,28) und Österreichs Europameister Pepo Puch mit Fontainenoir (74,0).

Equipechefin Britta Bando: „Das war ein Auftakt nach Maß. Ich bin rundum super zufrieden und sehr stolz auf Alina.“ Heute waren nur die beiden Grades III und Ib an der Reihe. Nach dem Ausfall von Hanne Brenner hatte Deutschland keinen Teilnehmer im Grade III am Start. Damit war der Weg frei für die Norwegerin Ann Cathrin Lubbe auf Donatello (72,237) vor Sanne Voets (NED) mit Demantur (70,316) und Susanne Sunesen (DEN) auf Que Faire (70,132).

Alina Rosenberg (23) leidet an spastischer Disparese. Für sie war es der erste Einsatz bei den Paralympics – etwas, was für einen Regelsportler schon eine Herausforderung ist, aber für jemanden mit einem solchen Handicap gleich noch mal mehr. „Ich war schon aufgeregt“, gab Alina Rosenberg zu. „Aber er war ganz toll, war ganz brav und hat sich super benommen“, lobte sie ihren vierbeinigen Partner, den erst siebenjährigen Oldenburger Nea’s Daboun (v. Dressage Royal). „Und das obwohl vorher ein brasilianischer Reiter am Start war. Da machen die hier richtig Party“, sagte Britta Bando. „Aber Alina war ganz sicher, ganz überlegt. Einfach toll.“

Morgen geht es in Rio de Janeiro mit den Teamtests in den Grades IV und Ia weiter. Hier haben dann Carolin Schnarre (Osnabrück) mit Del Rusch (Grade IV) und Elke Philipp (Treuchtlingen) mit Regaliz (Grade Ia) ihren ersten Auftritt bei Paralympics.

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