Paralympics: Pferd verletzt – Rio-Aus für Titelverteidigerin Brenner

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Hannelore Brenner und Kawango beim Dressurfestival auf Gestüt Bonhomme. (© Beelitz)

Das deutsche Team wird bei den Paralympics in Rio de Janeiro (7. bis 18. September) ohne seine bis dato erfolgreichste Reiterin Hannelore Brenner auskommen müssen.

Der Trakehner Wallach Kawango von Hannelore Brenner hat sich einen Bluterguss am Vorderbein zugezogen. Brenner, die allein 14mal Deutsche Meisterin wurde und an fünf paralympischen Spielen teilgenommen hat, erklärte: „Es ist nichts wirklich Schlimmes, aber er muss die nächsten zwei Wochen geschont werden. Er wird sich wohl in der Box selbst mit dem Huf ans Bein geschlagen haben, was z.B. beim Wälzen durchaus mal passieren kann.“ Brenner ist verständlicherweise enttäuscht: „Mit so etwas rechnet man einfach nicht und dann geht es doch schneller als man denkt.“ Eine Alternative zur Entscheidung, nicht nach Rio zu fliegen, gäbe es jedoch nicht: „Das Wohl von Kiwi (Kawango) steht über allem. Das heißt, uns ist es am wichtigsten, dass er sich richtig auskuriert und keine Folgeschäden davonträgt!“

Anstelle der vielfach Championatsmedaillen-geschmückten Brenner (17mal Gold, 17mal Silber, viermal Bronze), die 1999 in Dänemark ihre ersten Weltmeisterschaften für Deutschland bestritt, wird nun Claudia Schmidt nach Rio reisen. Für sie ist es eine Championatspremiere: „Ich war schon ein bisschen geschockt als ich das gehört habe. Es tut mir sehr leid für Hanne.“ Schmidt reitet seit zehn Jahren im Para-Sport, nachdem sie bei einem Reitunfall vor zwölf Jahren eine einseitige Querschnittslähmung davon getragen hatte. Mit ihrem Pferd Romeo Royal v. Royal Diamond ist sie im Regelsport bis zur Klasse M** erfolgreich. Bei den Deutschen Meisterschaften der Para-Dressurreiter konnte sie mehrfach Bronze gewinnen und war zuletzt zweimal Zweite.

Mit dem Ausfall von Hannelore Brenner ist Steffen Zeibig mit Feel Good der einzige deutsche Reiter mit Paralympics-Erfahrung im Team. Er startet wie Claudia Schmidt in Grade II. Ferner reisen Elke Philipp mit Regaliz (Grade Ia) und Alina Rosenberg mit Nea’s Daboun (Grade Ib) nach Rio sowie Carolin Schnarre mit Del Rusch (Grade IV). Auch sie war zunächst Reservistin, erhielt aber kurzfristig noch einen Startplatz, weil eine finnische Reiterin ausgefallen war. Morgen sollte es zum Abschlusstraining auf das Gelände des Pferdesport- und Reittherapie Zentrums (PRZ) der Gold-Kraemer-Stiftung nach Frechen-Buschbell gehen. Von dort wird die deutsche Para-Mannschaft am 1. September offiziell in Richtung Rio verabschiedet. Am 2. September fliegen die Reiter zusammen mit Equipechefin Britta Bando, Bundestrainer Bernhard Fliegl und Tierärztin Bernadette Unkrüer nach Rio. Die Pferde folgen einen Tag später.

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  1. anke quiriling

    Schade für Hannelore Brenner aber tolles „horseequipment“da sollten sích so manche eine Scheibe von abschneiden.Einfach Klasse


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