München: Doppelerfolg für Ingrid Klimke im St. Georg Special

Siegten in der Einlaufprüfung zum Burg-Pokal: Ingrid Klimke und Geraldine.

Geraldine und Ingrid Klimke bei der Burg-Pokalqualifikation in München 2016. (© Schreiner)

In der Einlaufprüfung zur Qualifikation zum Nürnberger Burg-Pokal in München auf der Pferd International hatte Ingrid Klimke gleich zwei vielversprechende Kandidaten am Start. Am Ende siegte die Frauenpower.

Vorerst sah es nach einem Start-Ziel-Sieg für Franziskus v. Fidertanz unter Ingrid Klimke aus: Sie waren das zweite Starterpaar und hielten bis weit über die Hälfte der Prüfung mit 72,707 Prozent die Führung. Der dunkelbraune Hengst, ehemaliger Bundeschampion der Reitpferde und Sieger der Einlaufprüfung für die Qualifikation zum Nürnberger Burg-Pokal in Hagen, stand in relativer Aufrichtung durchgängig an den Hilfen seiner Reiterin. Nur einen kurzen Moment machte sich der achtjährige Dunkelbraune beim Angaloppieren frei und ließ Punkte liegen. In den Trabverstärkungen zeigte er viel Schub aus der Hinterhand, die halben Galopppirouetten waren deutlich gesetzt.

Doch dann kam die Fürst Grandios-Tochter Geraldine, ebenfalls unter Ingrid Klimke, in die Bahn: Die Rheinländerin, die in der Einlaufprüfung in Hagen noch hinter Franziskus auf Platz drei zurückblieb, ihn aber in der Qualifikationsprüfung hinter sich ließ, zeigte einen raumgreifenden, schreitenden starken Schritt und gut entwickelte Trabverstärkungen. In der ersten Schrittpirouette schäumte der Arbeitseifer der Stute etwas über: Sie setzte zweimal zum Angaloppieren an, ihre Reiterin hatte die Achtjährige aber schnell wieder an den Hilfen. Wie selbstverständlich zeigte der Fuchs die Vierer- und Dreier-Wechsel: Sie gingen durch den Körper durch, waren fließend und gerade. Das Rückwärtsrichten auf der Mittellinie fiel mit zwei Tritten etwas knapp aus, insgesamt überzeugte die sehr korrekte Vorstellung in leichter Anlehnung die Richter: 73,415 Prozent standen am Ende auf der Anzeigetafel, Platz eins.

Dritter wurde Benjamin Werndl auf Sandokan mit 70,049 Prozent. Der achtjährige Oldenburger, der im April ebenfalls in München einen Sieg in einer Jungpferde S-Dressur verbuchen konnte, war beim Halten auf der Mittellinie vor dem Rückwartsrichten unruhig – die Grußaufstellung hingegen war geschlossen und konzentriert –, die Dreier-Wechsel waren zwar fehlerfrei jedoch etwas hektisch. Ansonsten stand der Rappe gut an den Hilfen seines Reiters, zeigte ansprechende Trabverstärkungen mit Rahmenerweiterung und zeigte durchgehend eine korrekte und leichte Anlehnung.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.