Andrew Nicholson nach Sturz weiter auf dem Weg der Besserung

Andrew Nicholson und Nereo bei den Badminton Horse Trials im Mai 2015.

Andrew Nicholson (NZL) und Nereo in Badminton. (© Badminton Horse Trials/Kit Houghton)

Als der vielfache CCI****-Sieger Andrew Nicholson nach seinem Sturz in Gatcombe noch selbst zu seinem Transporter ging, ahnte niemand, dass er bei seinem Sturz knapp einer Querschnittslähmung entkommen war. Nun gibt es weitere gute Neuigkeiten.

Andrew Nicholson kann inzwischen beim Sitzen ohne das stützende Korsett um seinen Hals auskommen. In einer Woche soll er dann auch ohne Stütze laufen können. In vier Wochen soll noch einmal eine Röntgenaufnahme zur Kontrolle gemacht werden. Nach der Winterpause will er wieder anfangen zu reiten. Allerdings betont er, dass er keine Eile hat. Wieder auf dem Pferd zu sitzen, sei zwar das Ziel, aber zu diesem Zeitpunkt habe man noch keine Eile, berichtete Nicholson dem New Zealand Herald. Die Gesundheit gehe vor. Dabei ist es schon ein Wunder, dass Nicholson sich überhaupt wieder normal wird bewegen können.

Als Nicholsons Pferd Cillnabradden Evo im Rahmen des Festival of British Eventing am 9. August stürzte und seinen Reiter in dem Zug auch zu Fall brachte, hörte der Neuseeländer einen Knall, dachte sich aber zunächst nichts dabei. „Man weiß noch ehe man auf dem Boden aufschlägt, wie schmerzhaft es werden wird“, erklärte Nicholson dem New Zealand Herald. „Ich dachte, ich hätte mir die Schulter gebrochen, weil es dort am meisten weh tat. Dann bemerkte ich, dass ich sie gut bewegen konnte, dass aber dass Kribbeln den Arm herunter schlimmer wurde.“ Zu diesem Zeitpunkt war Nicholson schon auf dem Weg zum Transporter nachdem er sich vergewissert hatte, dass seinem Pferd nichts fehlte. Eigentlich hatte er gleich in den Sattel des nächsten steigen wollen. Aber angesichts des Kribbelns entschied er dann doch anders. „Ich wusste ich konnte das nächste Pferd nicht reiten und rief nach einem Arzt. Die Idee war, mehr Schmerzmittel zu bekommen. Der Doktor schlug vor, ins Krankenhaus zu gehen und Röntgenaufnahmen machen zu lassen.“

Im Krankenhaus angekommen, wurde eine CT-Aufnahme gemacht. Die Bilder hatten zur Folge, dass Nicholson unversehens sofort ins Bett verfrachtet und ruhig gestellt wurde. Ein Wirbel war zertrümmert. Nicholson wurde in ein Spezialkrankenhaus gebracht und acht Stunden lang operiert. Dass er nicht an allen vier Gliedmaßen gelähmt ist, gleicht einem Wunder. Die Ärzte waren fassungslos, dass er sich noch bewegen konnte. Normalerweise kämen die Patienten mit einer solchen Diagnose zu ihnen und seien bereits vollständig gelähmt.