Lehrgang in Marbach: Bewegungslehre für Pferdewirte

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Die angehenden Pferdewirte absolvierten bei dem Lehrgang auch Übungen zu Pferd. (© Dr. Andrea Pfirrmann)

Die Bewegungslehre von Eckart Meyners ist vermutlich jedem ein Begriff, der sich schon einmal intensiver mit dem Reitsport auseinander gesetzt hat. Auch die angehenden Pferdewirte des Haupt- und Landgestüts Marbach konnten sich nun bei einem Lehrgang näher mit der Thematik befassen.

Seit mehr als vier Jahrzehnten widmet sich Eckart Meyners (Akad. Oberrat i.R.) der Bewegungslehre des Reiters. Kurz zusammengefasst geht es darum, die eigenen Bewegungen und deren Wirkung auf das Pferd zu verstehen, um so in einen Dialog mit dem Vierbeiner treten zu können. Dieses Konzept war auch Thema eines Lehrgangs für die angehenden Pferdewirte der Landesreitschule des Haupt- und Landgestüts Marbach, der an zwei Tagen im September und Oktober stattfand. Ulrich Ruopp und Klaus Öhlschläger, Delegierte der Bundesvereinigung der Berufsreiter (BBR) für Baden-Württemberg, hatten die Veranstaltung initiiert.

Gelungener Lehrgang

Im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung hatten beide Klassen des dritten Ausbildungsjahres im Beruf Pferdewirt in der Landesreitschule des Haupt- und Landgestüts Marbach die Möglichkeit, die in der Berufsschule erworbenen Kenntnisse zur Bewegungslehre in der Praxis zu „erspüren“. Als Referentinnen konnten dafür die Pferdewirtschaftsmeisterinnen Katja Trillitzsch und Gaby Nimsky-Magnussen gewonnen werden, die beide die Ausbildung zur Bewegungstrainerin (EM) absolviert haben. Klassenlehrerin Dr. Andrea Pfirrmann, ebenfalls Bewegungstrainerin (EM), hatte die Theorie zuvor schon im Unterrichtsfach Berufsfachliche Kompetenz mit den Auszubildenden besprochen.

Dr. Andrea Pfirrmann

Ab auf die Matte: Alle Teilnehmer machten Übungen am Boden, die den individuellen Bewegungsproblemen angepasst waren. (© Dr. Andrea Pfirrmann)

An den Lehrgangstagen wurde in kleinen Gruppen auf den Schulpferden der Landesreitschule des Haupt- und Landgestüts Marbach geritten. Alle Teilnehmer analysierten zunächst das eigene Reiten und absolvierten dann daran angepasste, individuelle Übungen auf dem Pferd und am Boden. Direkt im Anschluss an die Übungen wurde wieder geritten und überprüft, ob und welche Veränderungen danach zu fühlen waren. Am Ende der Trainingseinheit wurde das Gelernte und Erlebte noch einmal besprochen und gemeinsam Vorschläge für das weitere Training erarbeitet.

Das Feedback für dem Lehrgang, der von der Bundesvereinigung der Berufsreiter im Deutschen Reiter- und Fahrer-Verband e.V. unterstützt wurde, fiel durchweg positiv aus. Alle Teilnehmer konnten für sich viele Anregungen und Übungen mitnehmen.