Nach positivem Doping-Test: Kanadas Springreiter nicht bei Olympia dabei

Featurebild Springen

(© www.toffi-images.de)

Im November war bekannt geworden, dass die kanadische Springreiterin Nicole Walker bei den Pan-Amerikanischen Spielen in Peru verbotene Substanzen im Körper hatte. Das hat nun Konsequenzen für die gesamte Equipe.

Kanada verliert die Qualifikation für Olympia, die die Equipe in Lima geholt hatte. Als Nachrücker kann sich nun Argentinien auf Tokio 2020 vorbereiten.

Hintergrund ist folgender: Bei Nicole Walker war im Rahmen der Pan-Am Games ein Abbauprodukt von Kokain im Körper gefunden worden, Benzoylecgonine. Die Analyse der B-Probe hat das Ergebnis bestätigt. Nun fand eine Anhörung der Panamerikanischen Sport-Disziplinarkommission statt. Der Weltreiterverband FEI wohnte dieser per Bildtelefon bei.

Die Disziplinarkommission hat nun entschieden, dass Nicole Walker nachträglich disqualifiziert und ihre Ergebnisse gestrichen werden. Das bedeutet, das bisherige Streichergebnis der Mannschaft zählt. Damit rutscht das Team von Rang vier auf Platz sieben ab und verliert seinen Tokio-Startplatz an Argentinien.

Walker geht vor den CAS

Nicole Walker hat bereits angekündigt, dass sie ihre Sache vor den Internationalen Sportgerichtshof (Court of Arbitration for Sport, CAS) bringen will. Ihr Anwalt, Tim Danson, wird auf der Website des kanadischen Verbandes zitiert: „Ich bin zuversichtlich, dass das kanadische Team und Nicole eine Anhörung vor dem Court of Arbitration for Sport bekommen werden.“

Der kanadische Verband betonte, man stehe voll und ganz hinter sauberem Sport und auch hinter seinen Athleten. „Wir unterstützen die Nicoles Entscheidung, beim Court of Arbitration for Sport Berufung einzulegen voll und ganz.“

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