Niederländischer Teamtierarzt Jan Greve hört auf

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KNHS

Fast 40 Jahre lang hat sich Jan Greve um die Championatspferde der Niederlande gekümmert. Nun ist Schluss.

Angefangen hatte Greve als Mannschaftsveterinär der Vielseitigkeitsreiter. Ab 1990 hat er sich dann um die Springpferde gekümmert und war damit auch am Olympiasieg des Teams 1992 in Barcelona beteiligt.

Als Greve sich 1996 entscheiden musste, ob er mit zu den Olympischen Spielen nach Atlanta fährt oder seinen Sohn Willem zu den Europameisterschaften der Ponys begleitet, entschied er sich für die Pony-Euro. Danach hat er sich zunächst weiter um die Pferde des Springnachwuchses gekümmert. Explizit lobt Greve in der Mitteilung des niederländischen Pferdesportverbandes die Zusammenarbeit mit dem damaligen Junioren-Bundestrainer Sven Harmsen.

Weniger gut klappte später die Zusammenarbeit zwischen Greve und dem damaligen Nationaltrainer der Dressurreiter, Sjef Janssen. „Im Vorfeld der Olympischen Spiele in London beschloss Greve, wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Nationtrainer Janssen“, heißt es in der Mitteilung des Verbandes. Später kehrte Greve als Teamtierarzt zurück. Janssen war inzwischen zurückgetreten, weil er sich um das Training eines deutschen Paares gekümmert hat, Matthias Alexander Rath und Totilas.

Nun hat der jetzt 70-jährige Greve beschlossen, kürzer zu treten und sich vor allem um seine eigene Tierarztpraxis zu kümmern. Das KNHS wird ihm für sein Engagement die Goldene Ehrennadel des Verbands überreichen. Wann, ist allerdings noch unklar. Auch gibt es noch keinen Nachfolger.

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