Olympia-Springstute Cue Channa geht in die Zucht

pvh-170823-gothenburg-1796_

Eines von Cardentos Meisterstücken: Cue Channa, hier unter Malin Baryard-Johnsson auf dem Weg zu Mannschaftssilber in Göteborg. (© Pauline von Hardenberg)

Mit Malin Baryard-Johnsson und zwischendurch mit Olivier Philippaerts war die 14-jährige Cue Channa eines der besten Springpferde der Welt. Aber Malin Baryard-Johnsson hat festgestellte, dass die Stute mental nicht mehr bereit ist für den Sport und beschlossen, sie in die Zucht zu nehmen.

2017 gehörten Cue Channa und Malin Baryard-Johnsson zum schwedischen Silber-Team der Europameisterschaften in Göteborg. Zuvor hatten sie ihre Heimat bereits bei den Olympischen Spielen in Rio vertreten. Und 2015 sprang Cue Channa unter dem Finnen Sebastian Numminen über die EM-Parcours in Aachen. Zudem war sie in diversen Großen Preisen erfolgreich.

Doch die Leistungen der Cardento-Tochter waren nicht immer beständig. Wie Ridehesten.com berichtet, hatte Malin Baryard-Johnsson, die sowohl Reiterin als auch Mitbesitzerin der Stute ist, schon anlässlich der EM 2017 gesagt, dass es bei der Stute eine Sache des Kopfes ist, wie ein Springen läuft.

Zwischendurch hatte Baryard die Stute an Olivier Philippaerts gegeben. Doch auch der fand nicht den passenden Schlüssel für die Schimmeldame. Und so kehrte sie zu ihrer vorherigen Reiterin zurück. Die berichtete gegenüber einer schwedischen Zeitung, zuhause habe sich alles so gut angefühlt, dass sie die Stute mit aufs Turnier nach Oliva genommen habe. In der ersten Woche sei sie dort auch gut gesprungen. In der zweiten dann aber nicht mehr.

Tatsächlich zeigt ein Blick in die FEI-Datenbank, dass Cue Channa in der ersten Woche zweimal fehlerfrei über 1,40 Meter-Kurse sprang und einen Abwurf über 1,45 Meter hatte. In Woche zwei schied sie im ersten und einzigen Springen aus.

Ihre Reiterin sagt: „Ich kenne sie so gut, ich weiß, sie würde alles für mich tun. Aber ihr fehlt das Selbstvertrauen. Deshalb haben wir beschlossen, sie aus dem Sport zu nehmen. Es war deutlich, dass sie mental nicht mehr bei der Sache ist. Sie wurde unsicher.“ Sie wisse aus Erfahrung, dass es schwierig sei, wenn die Pferde anfangen zu zögern, so Baryard-Johnsson. „Sie müssen genauso für das Springen brennen wie der Reiter.“

Und da Cue Channa das nicht mehr tut, sieht sie nun einem zweiten Leben als Zuchtstute entgegen. Alles Gute!

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.