USA: Dressurreiter Michael Barisone bleibt in Haft

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Am 7. August hat der ehemalige US-Olympiareservist Michael Barisone auf eine Reiterin in seinem Stall Hawthorne Hill geschossen. Nun hat ein Richter entschieden, dass Barisone vorerst in Haft bleibt. Auch die Familie des Opfers meldete sich mit einem Update zu Lauren Kanareks Gesundheitszustand zu Wort.

Der Chronicle of the Horse, eine der größten US-Publikationen für den Pferdesport, hat ein Statement der Familie des Opfers Lauren Kanarek veröffentlicht. Kanarek sei noch im Krankenhaus und erhole sich von den Schusswunden, die Michael Barisone ihr zugefügt hat.

Brust und Lunge seien verletzt. Es habe mehrere medizinische Eingriffe seitens der Ärzte gebraucht, damit sie wieder atmen konnte. Ihr Zustand sei immer noch ernst. Die Familie konzentriere sich aktuell voll und ganz auf Laurens Genesung.

Der Verlobte des Opfers, Rob Goodwin, musste sich einer Operation unterziehen, um seine gebrochene Hand zu richten. Die Verletzung habe er sich zugezogen, als er Michael Barisone entwaffnet hat und es zu einem Handgemenge kam.

Die Anhörung von Barisone war für den 14. August angesetzt. Angesichts des unerklärlichen Angriffs auf ihre Tochter erwarte die Familie, dass der bis zu seinem Gerichtsverfahren im Gefängnis bleibt.

Barisone bleibt in Haft

Wie northjersey.com berichtet, hat der Richter den 54-jährigen Michael Barisone als „Gefahr für andere und möglicherweise auch für sich selbst“ eingestuft und angeordnet, dass er bis auf weiteres ohne Kaution im Gefängnis von Morris County festgehalten wird.

Der Dressurreiter ist wegen zweifachen versuchten Mordes und illegalem Besitz einer Waffe angeklagt. Lauren Kanarek und ihr Verlobter lebten zusammen mit Michael Barisone und dessen Partnerin. Doch dann kam es zum Streit zwischen den Paaren und Ende Juli zog Barisone aus.

Schon seit mehreren Monaten hatten Lauren Kanarek und ihr Verlobter Pferde auf der Anlage in Ausbildung. Es soll eine mündliche Vereinbarung gegeben haben, nach der sie auf der Anlage bleiben durften, bis sie mit den Pferden fertig sind und dann gehen. Aber sie hätten sich geweigert, die Anlage zu verlassen.

Barisones Anwalt bezeichnete Kanarek und ihren Verlobten indes als „Schmarotzer“, die keine Miete bezahlen. Auch hätten am Tag der Schießerei Betreuer des Kindesbetreuer bei Barisone und seiner Partnerin vor der Tür gestanden, die angeblich von Kanarek und Goodwin kontaktiert worden seien. Es sei um „falsche“ Vorwürfe des Missbrauchs der beiden Kinder gegangen, so der Anwalt.

Dabei habe es Nächte gegeben, in denen die beiden vor Barisones Zimmer gestanden und geschrien hätten: „Wir werden alles tun, um dich zu zerstören, wir werden alles tun, um deine Kinder zu verletzen.“ Die Situation sei außer Kontrolle geraten, so der Anwalt. Michael Barisone habe Angst gehabt, um sein Leben, um das seiner Partnerin und seiner Kinder.

In Wahrheit sei Lauren Kanarek nicht das Opfer, sondern die Täterin. Sie sei als Gaunerin in der Gemeinde bekannt. „Diese Leute würden alles tun, um Herrn Barisone zu verletzen, und das wird herauskommen.“ So weit der Anwalt des inhaftierten Dressurreiters.

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