Al Ain: Ukraine schlägt Katar im ersten FEI-Nationenpreis 2014

Erst im Stechen wurde der erste FEI-Nationenpreis 2014 im saudi-arabischen Al Ain entschieden. Die Equipe, die den weitesten Anreiseweg hatte, lieferte sich ein Kopf-Kopf-Rennen mit den Shooting Stars aus Katar, die auf ihr Elf-Millionen-Pferd setzen konnten, das jedoch nicht die beste Leistung des Teams lieferte.

Am Schluss spielten Cassio Rivetti und Vivant ihre Routine aus im Stechen gegen Scheich Ali Bin Khalid Al Thani auf der erst neun Jahre alten Holsteiner Cassini-Contender-Tochter Vienna Olympic (die übrigens vorher von Edwina Tops-Alexander geritten wurde). Der nun 16-jährige Vivant war mit 0 und 8 Strafpunkten aus den beiden Normalparcours gekommen. Im Stechen blieb er dann strafpunktfrei und kam nach 26,52 Sekunden ins Ziel. Al Thani und Vienna Olympic waren in beiden Normalumläufen strafpunktfrei geblieben. Auch im Stechen blieben alle Stangen liegen, aber die Zeit reichte nicht. Bei 27,24 Sekunden stoppte die Uhr.

Sowohl die Ukraine als auch Kater waren auf 13 Strafpunkte gekommen nach den beiden Umläufen des Nationenpreises. Wobei die Ukraine, für die auch Generalsponsor Alexandr Onischenko selbst am Start war, im ersten Umlauf komplett strafpunktfrei geblieben war. Onischenko saß im Sattel der Holsteiner Carvallo-Tochter Carlina, die ihre bislang größten Meriten im Sport unter Pius Schwizer verdient hatte. Der erste Umlauf lief super für Onischenko, der hier sein Debüt in einem Fünf-Sterne-Nationenpreis gab. In Runde zwei sammelte er 15 Strafpunkte, wobei fünf davon einer Volte geschuldet waren, die er vor einem Hindernis anlegte, wohl weil die Distanz zum Sprung nicht passte. Ulrich Kirchhoff, der Carlina zuerst geritten hatte, nachdem sein Chef sie von Schwizer erworben hatte, saß in Al Ain im Sattel des erst neunjährigen OS-Wallachs Chaccland v. Chacco Blue. In Runde eins gab er auf, im zweiten Umlauf verzeichneten die beiden lediglich einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung. Das Ukraine-Quartett wurde komplettiert durch den ursprünglich un Ungarn beheimateten Ferenc Szentirmai auf dem 15-jährigen Zangersheide-Fuchs Quickdiamond. Die Bilanz dieses Paares lautete 0 und 4 Fehler.

Neben der Glanzleistung von Al Thani und Vienna Olympic lieferte auch Ali Yousef al Rumaihi mit dem für angebliche elf Millionen Euro verkauften Selle Francais-Fuchs Palloubet d’Halong v. Baloubet du Rouet eine saubere erste Runde ab. Doch im zweiten Umlauf wusste der zuvor von der Schweizerin Janika Sprunger hoch erfolgreich vorgestellte Palloubet wohl nicht so recht, was sein Reiter von ihm wollte. Jedenfalls fiel er nach der Wendung auf Sprung zehn in Trab und konnte den Sprung nicht mehr überwinden, „completely disorganised“, wie die Pressemitteilung der FEI es nennt. Am Ende standen so sieben Strafpunkte auf dem Konto. Das Streichergebnis lieferten Faleh Suwayed Al Ajami und der Oldenburger Come Soon v. Come On. 11 und 8 Strafpunkte schlugen zu Buche für den elfjährigen Schimmel. Khalid Al Emadi und die 14 Jahre alte Tamira IV v. Damiro kamen mit 1 und 5 Fehlern ins Ziel.

Platz drei ging an das Königreich Saudi-Arabien mit insgesamt 21 Strafpunkten. Hier ritten: Ramzy Al Duhami auf Al Capone (ausgeschieden/0), Seine Königliche Hoheit Prinz Abdullah Al Saud auf Davos (4/4), Kamal Bahamdan mit Noblesse de Tess (4/4) und Abdullah Al Sharbatly im Sattel von Unique (5/13).

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