Budapest: Ukraine qualifiziert sich für die Olympischen Spiele 2020

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René Tebbel und Saxo de la Cour (© CSIO Budapest)

Der Weg nach Tokio war kein Spaziergang für die sechs Nationen, die beim CSIO Budapest angetreten waren, um um den einzigen verfügbaren Startplatz bei Olympia 2020 zu kämpfen. Es gab keine einzige fehlerfreie Runde. Dafür stürzende Olympiasieger und Fehler en masse. Aber am Ende hatte die Ukraine das Olympiaticket in der Tasche.

Mit ganzen 50 Strafpunkten hatten die Ukrainer am Ende die Nase vorn – und hatten dabei immer noch 8 weniger auf dem Konto als die zweitplatzierten Tschechen. Der dritte Platz ging an die ungarischen Gastgeber mit 65 Fehlern.

Mit diesem Sieg sicherte sich de Ukraine den einzig verfügbaren Startplatz der Nationen in der FEI-Gruppe C. Von zwölf Ländern, die dazugehörten, waren lediglich sechs angetreten. Nachdem von den Griechen kein einziges Paar den ersten Umlauf beenden konnte, erreichten nur fünf Mannschaften die zweite Runde.

Der Held des Tages für die Ukraine war der gebürtige Ungar Ferenc Szentirmai auf Valour mit sechs Fehlern im ersten Umlauf – zwei davon für Überschreiten der erlaubten Zeit – und weiteren zwei Zeitfehlern in Runde zwei. Machte acht Strafpunkte in Summe und damit das beste Ergebnis des Tages.

Weniger gut lief es für den Doppel-Olympiasieger von 1996, Ulrich Kirchhoff. Er wurde im ersten Umlauf nach einem Sturz am Wassergraben von seinem Al Pacino disqualifiziert und erklärte: „Es war eine wirklich schwierige Prüfung mit hohen Hindernissen. Ich hatte ein bisschen Pech, weil ich ein unerfahrenes Pferd hatte und im ersten Umlauf in den Wassergraben gefallen bin.“ Wie die ungarische Pressestelle des Turniers berichtet, wurde Kirchhoff später disqualifiziert, weil sein Pferd eine wunde Stelle an der Flanke vom Sporen hatte, so dass seine neun Strafpunkte in Runde zwei nicht mehr zählten.

René Tebbel war ja auch schon 2016 für die Ukraine bei den Olympischen Spielen in Rio am Start. Und nun half er erneut, das Olympiaticket für das Team Onischenko zu buchen. Im Sattel von Saxo de la Cour hatte er im ersten Umlauf einen super Auftritt: nur zwei Fehler im ersten Umlauf, 16 im zweiten. Auch Tebbel kommentierte: „Der Parcours war sehr hoch! Ich sah die Parcoursskizze und sagte, es sollten 1,40 bis 1,60 Meter sein. Aber die Hindernisse waren sehr sehr hoch!“

Derselbe Tenor kam auch von André Schröder, dem dritten gebürtigen Deutschen im Team Ukraine, der auf Allegro sechs und 18 Strafpunkte zum Endergebnis beisteuerte.

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