Daniel Deußer ist Weltcupsieger der Springreiter!

Daniel Deusser

(© Pauline von Hardenberg)

Deutsche Schimmelreiter rocken die Eurexpo in Lyon! Daniel Deusser und Cornet d’Amour haben das Weltcupfinale 2014 gewonnen. Zweiter wurde Ludger Beerbaum vor Scott Brash (GBR).

Vor dem Finale hatten Daniel Deusser und Cornet dAmour mit zwei Strafpunkten in Führung gelegen. Einen Springfehler hat der Schimmel nicht gemacht während des gesamten Turniers. Steve Guerdat und Ludger Beerbaum hatten lediglich zwei Strafpunkte mehr auf ihren Konten, Scott Brash drei also durfte sich der deutsche Meister, der für die belgischen Stephex-Stables reitet, keinen Abwurf erlauben. Der westfälische Wallach, der anteilig in amerikanischem Besitz steht und den Deusser auf jeden Fall bis nach den Weltreiterspielen in der Normandie wird reiten dürfen, kam hörbar an den ersten Sprung. Das Publikum stöhnte auf aber dann war alles nur noch sicher und schön. Der Cornet Obolensky-Sohn war als Sechster des Zeitspringens in das Finale gestartet.

Ludger Beerbaum wird dieses Ostern nicht vergessen! Seine Stute Chiara zeigte alle Qualitäten. Super konzentriert absolvierte sie die erste Hälfte des Kurses. Aber dann! In der zweiten Hälfte des Parcours machen die beiden es spannend, erst wackelt eine Stange am Aussprung der Doppel-Oxerkombination, dann bewegt sich auch die Stange des folgenden Steilsprungs. Aber alles blieb liegen. Und die Holsteiner Contender-Tochter, Sechster der Europameisterschaften in Herning, bescherte dem 50-Jährigen Platz zwei. Den hätte ihm Steve Guerdat (SUI) noch streitig machen können. Aber der Olympiasieger kam einmal deutlich mit der Hand vor der Dreifachen Kombination, daraus resultierte ein Springfehler am Einsprung. Der Schweizer wurde Fünfter.

Marcus Ehning hat mit dem westfälischen Siegerhengst des Jahres 2005 einen Schimmel unter dem Sattel, der die Menschen begeistert. Seine gewaltigen Sätze, der stilistisch perfekte Reiter das ist ein Gesamtpaket, das begeistert. So sieht Souveränität aus! Cornado und Ehning lässt den Ansager schier ausflippen: Cest magnifique! Wo der Mann Recht hat, hat er Recht! Die Franzosen feiern Ehning, der vor zwei Tagen seinen 40. Geburtstag begangen hat, frenetisch. Ehning hatte das Weltcupfinale in Genf im Jahr 2010 gewonnen, damals im Sattel der Stute Küchengirl, die mittlerweile Mutterfreuden entgegensieht. 2104 wird er Vierter.

Platz drei gibt es für den Weltranglistenersten aus Groß Britannien, Scott Brash und Ursula. Die elastische Stute und der fein einwirkenden Reiter eine Augenweide!

Den Niederländer Maikel van der Vleuten hatte es am Einsprung der dreifachen Kombination erwischt, ein weitere Steilsprung wackelte gefährlich, selten haut der Hengst mal einen richtigen Sprung raus.

Pius Schwizer muss gewaltige Sätze ausitzen, die der Toulon-Sohn Toulago macht. Aber überm Oxer ist er etwas stolz, könnte mehr basculieren. Wie schon in der ersten Runde, erwischt er an einem Oxer auf der Schlussgeraden mit dem Hinterbein eine Stange.

Auch Vorjahressiegerin Beezie Madden (USA) und Simon müssen am vorletzten Hindernis, einem Steilsprung mit Wassergraben, einen Abwurf hinnehmen.

21 Starter gingen in die Entscheidungsrunde. 13 Hindernisse, 17 Sprünge bis 1,60 Meter hoch galt es zu überwinden. Diesmal hatte Parcourschef Frank Rothenberger die erlaubte Zeit so gesetzt, dass die Reiter ein frisches Tempo wählen mussten. Die Australierin Edwina Alexander und der US-Amerikaner Charlie Jayne kassierten nach einer Runde ohne Abwurf jeweils einen Zeitfehler.

Die Finalisten kamen aus zehn Nationen. Sieben US-Reiter hatten es in die letzte Runde geschafft, Teamkollege Kent Farrington, der mit Voyeur die zweite Qualifikation gewonnen hatte, musste sein Pferd am Ostermontag zurückziehen. Vier Deutsche, je zwei Schweizer und Briten und lediglich ein Niederländer komplettierten das Feld neben zwei Reitern aus Nordafrika, je einem Starter aus Australien und Lettland. Der einzige Franzose Kevin Staut hätte auch noch reiten dürfen, hatte sich aber zur Schonung seiner nicht zu überzeugend springenden Schimmelstute Silvana entschieden, auf den Parcours zu verzichten. Auch Jamal Rahimov aus Aserbeidschan ersparte seinem Fuchs Warrior den Abschlussparcours.

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