Hof Waterkant: Erster Großer Preis 2022 an Jens Baackmann, Andreas Schou Abräumer des Tages

Andreas Schou_Granate_ACP Andreas Pantel

Andreas Schous KWPN-Stute Granate machte ihrem Namen heute alle Ehre beim CSI Hof Waterkant. (© Andreas Pantel)

Im Sattel von Caja hat Jens Baackmann diesen Nachmittag den Großen Preis der Zwei-Sterne-Tour auf Hof Waterkant gewonnen. Erfolgreichster Reiter war heute allerdings ein Gast aus Dänemark.

Denn neben dem Großen Preis der Zwei-Sterne-Tour stand heute in Pinneberg ja noch das Championat der 4*-Tour auf dem Programm, ein 1,45 Meter Zwei-Phasen-Springen. Der Sieger hatte einen kurzen Abstecher gen Süden gemacht, ehe es kommende Woche für ihn in seiner Heimat Dänemark um WM-Meriten geht: Andreas Schou mit der KWPN-Stute Granate v. Baltic VDL. Nicht mal Emanuele Gaudiano und Chalou, eigentlich ein Paar, das gegen die Uhr nur ganz schwer zu schlagen ist, kam an die 27,72 Sekunden des dänisch-niederländischen Duos heran. Mit 27,82 Sekunden wurden sie Zweite. Rang drei ging an Hannes Ahlmann und Nerrado in 28,24 Sekunden.

Für Andreas Schou war es kein Überraschungserfolg: „Granate ist eine echte Freundin und sie würde ihr Herz für mich geben, um fehlerlos über die Sprünge zu kommen“, so der 35-Jährige. Von dem Turnier von Janne Friederike Meyer-Zimmermann und ihrem Mann Christoph ist er übrigens hellauf begeistert: „Ich war schon im vergangenen Jahr hier und jetzt ist das Turnier noch schöner und besser geworden. Was Janne und Christoph ins Leben gerufen haben, ist etwas, was der Szene oft genug fehlt: nämlich eine Top-Veranstaltung für Pferde und Reiter, die von Menschen mit Pferdeverstand organisiert wird. Alles ist hier hochprofessionell, aber besticht dennoch mit Charme und einem wunderschönen Ambiente. Man kann den beiden zu diesem CSI nur gratulieren.“

2* Großer Preis

Das zweite Highlight des Tages in Pinneberg war der Große Preis der Zwei-Sterne-Tour. Als zweiter Starter im Stechen war Jens Baackmann der erste, dem es gelang, ein zweites Mal fehlerfrei zu bleiben. Mit Caja v. Clarimo – Coriano kam er in 41,22 Sekunden ins Ziel und nur zwei Reiter waren schneller. Der erste war Andreas Schou mit I Know v. Arezzo VDL – Hors La Loi II. Schou ging volles Risiko, beendete seine zweite Runde in 39,74 Sekunden, hatte aber einen Abwurf, am Ende Rang sechs. Aber er hatte ja zuvor schon eine Siegerdecke einheimsen können.

Belgiens Gudrun Patteet, die am Donnerstag das Hauptspringen gewonnen hat und heute in diesem 1,45 Meter-Großen Preis Sea Coast Enjoy Z v. Emerald van’t Ruytershof – Parco gesattelt hatte, war ebenfalls schneller als Baackmann. Aber auch hier fiel eine Stange, Rang sieben.

Mit der schnellsten Doppelnull konnte folglich Jens Baackmann dieses Finale des Zwei-Sterne-Tours für sich entscheiden. Der letzte Starter im Stechen, Rene Dittmer, hatte wirklich alles versucht, um schneller zu sein mit Farrero v. Boss – Indorado. Doch daraus wurde nichts: 41,69 Sekunden, Platz zwei. Katrin Eckermann wurde Dritte im Sattel des ehemaligen Bundeschampions Christian’s Chacco v. Chacco-Blue – Balou du Rouet (41,96).

Insgesamt waren 72 Teilnehmer am Start, zwölf qualifizierten sich für das Stechen, 13 konnten den Umlauf nicht beenden.

Erntefrei genommen, U25 Tour gewonnen

Eigentlich sollte Sven Gero Hünicke von der Insel Fehmarn heute auf dem Mähdrescher sitzen. Aber für den CSI Hof Waterkant hat er sich erntefrei genommen. Es hat sich gelohnt. Mit dem Holsteiner Clarimo-Sohn Cedric gewann er heute des Rising Star Grand Prix über 1,45 Meter gegen starke Konkurrenz, wie zum Beispiel drei Mitglieder der U21-EM Equipe, die gerade Silber in Oliva Nova gewonnen hatte: Johanna Beckmann, Henrike Ostermann und Hannes Ahlmann. Ostermann und Beckmann hatten zwar mit den vorderen Plätzen heute nichts zu tun, erhielten aber eine Ehrung anderer Art: Ihnen wurde das Goldene Reitabzeichen verliehen.

Platz zwei U25 Grand Prix hinter Hünicke ging an den Dänen Nicolas Pedersen mit Diarado’s Boy vor einem weiteren Holsteiner Talent, nämlich Teike Carstensen und ihrem Holsteiner Mylord Carthago-Sohn Mitch.

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