Neumünster: Bundesponychampionesse Johanna Beckmann auch bei den VR Classics ungeschlagen

Die zwölf Jahre junge Johanna Beckmann hat 2016 wirklich einen Lauf! Erst in Verden der Sieg im Bundesnachwuchschampionat der Ponyspringreiter, und jetzt schlug sie bei den VR Classics in Neumünster zu. Und das gleich zweimal.

Zuerst sicherte Johanna Beckmann sich auf ihrem Erfolgspony Del Piero das Championat der Ponyreiter der Pferdestadt Neumünster – und zwar mit der Traumnote 9,0. Die zweithöchste Bewertung von 8,4 erhielt Wienke Paulsen auf Lehnsmanns Pennylane. Ihr dicht auf den Fersen waren Tjade Carstensen mit Melvin und Hella Jansen auf Grille mit den Wertnoten 8,3 und 8,2. Für Johanna und ihren gekörten Ponyhengst war dies der zweite große Erfolg innerhalb weniger Wochen. Denn im Januar hatten sie im Rahmen der VER-Dinale das Bundesnachwuchschampionat der Ponyspringreiter für sich entscheiden können.

Nach dem ersten Streich stieg Johanna Beckmann um aufs Großpferd und gewann knapp zwei Stunden später im Sattel des 15-jährigen Oldenburgers Quanto Fino die Einlaufprüfung zum Jugend-Team-Cup, ein M*-Springen gegen die Uhr. Dass sie der Konkurrenz – Paola Poletto auf Casting – mehr als drei Sekunden abnehmen würde, hatte Johanna Beckmann eigentlich gar nicht geplant gehabt: „Eigentlich war das gar nicht geplant, dass wir so schnell sind, aber Quanto Fino ist schlau, der kennt sich aus.“ Das Nachwuchstalent trainiert mit Dirk Ahlmann. Er und dessen Tochter Pheline Johannas sind Johannas große Vorbilder. Im Vorfeld hatte sie gesagt, sie wolle ihr Team, das von Schleswig-Holstein, nicht enttäuschen. Das dürfte ihr mehr als gelungen sein.

Morgens auf dem Dressurviereck

Eröffnet wurden die VR Classics 2016 mit dem internationalen Prix St. Georges, wo es einen souveränen Sieg durch Championatskaderreiterin Jessica von Bredow-Werndl auf dem elfjährigen Hannoveraner Dante’s Peak v. Dimaggio-Wolkentanz. Mit 71,860 Prozent setzte sie sich gegen Grand Prix-Ausbilder Hartwig Burfeind auf dem ebenfalls hannoversch gezogenen, achtjährigen Finest Feeling v. Fidertanz-Rubin-Royal durch (70,877). Sven Daper und Romario – auch dies ein Hannoveraner, zwölfjährig und von Romancero H-Weltmeyer abstammend – schafften es mit 69,167 Prozent ebenfalls unter die besten drei.

Jessica von Bredow-Werndl hat übrigens heute auch schon ihren Star trainiert, den Weltcup-Dritten von Las Vegas 2015, Unee BB. Der wird in Neumünster die Weltup-Tour gehen, ehe er und seine Reiterin sich aufmachen zum diesjährigen Finale der inoffiziellen Hallenweltmeisterschaften in Göteborg.

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