Rom: GCT-Sieg für Bengtsson und Casall, Ehning und Comme il faut sensationell Dritte

Marcus Ehning und Comme il faut

Marcus Ehning und Comme il faut (© Stefano Grasso/GCT)

Der Holsteiner Verbandshengst Casall und sein schwedischer Reiter Rolf-Göran Bengtsson haben beim ersten Global Champions Tour-Turnier in Rom einmal mehr gezeigt, warum sie im vergangenen Jahr die erfolgreichste Springsportkombination überhaupt waren und seit Jahren ganz oben mitmischen. Noch erfreulicher aus deutscher Sicht: Platz drei für Marcus Ehning.

Bengtsson hatte bereits zu Jahresbeginn klar angkündigt, sich mit seinem nun 16-jährigen Caretino-Sohn, der Stolz des Holsteiner Verbands, auf die Global Champions Tour konzentrieren zu wollen. Sowohl die EM als auch etwaige Nationenpreiseinsätze seien für andere Pferde seines Stalls reserviert. Der Plan scheint aufzugehen. Nach seinem heutigen Sieg rückt er Scott Brash und Luciana Diniz, den beiden derzeit Führenden der Gesamtwertung, gehörig auf die Pelle. Brash liegt mit 276 Punkten an der Spitze, gefolgt von Diniz mit 265 Zählern und Bengtsson nur drei Pünktchen dahinter. Christian Ahlmann hat 234 Zähler auf dem Konto und ist damit derzeit Vierter.

In zwei schwierigen Umläufen und einem sechsköpfigen Stechen haben Bengtsson und Casall heute 100.000 Euro auf den Schlag verdient. Ihre Zeit von 37,87 Sekunden war auch von den fehlerbehafteten Reitern nicht einzuholen. Zweite wurde Luciana Diniz auf der flinken For Pleasure-Tochter Fit For Fun, die die Ziellinie dicht hinter Casall nach 38 Sekunden überquerte. Marcus Ehning und der erst zehnjährige Westfale Comme il faut, ein Sohn der großen Ratina Z in Anpaarung mit Cornet Obolensky, flog nach 38,32 Sekunden über die Ziellinie. Ehning war selig: „Für das erste Mal, dass die Global Champions Tour hier in Rom stattfindet, ist es wirklich unglaublich. Ich glaube, für mich ist das eine der besten Global Champions Tour-Etappen an denen ich bisher teilgenommen habe. Und mein Pferd ist fast genauso wie die Show: Er ist unglaublich! Er hat sich im vergangenen Jahr immer wieder und wieder verbessert. Er ist erst zehn Jahre alt und hat daher noch nicht die absolute Erfahrung für dieses Niveau. Aber wir haben gute Ergebnisse und ich bin extrem glücklich über ihn.“

Bis auf Meredith Michaels-Beerbaum, die mit Fibonacci nach zwei Fehlern im ersten Umlauf den Rest des Turniers von der Zuschauerbank verfolgte, hatten auch die weiteren deutschen Reiter einen guten Lauf heute. Christian Ahlmann und Epleaser van’t Heike verpassten das Stechen nur aufgrund eines Zeitfehlers in Runde zwei und wurden Siebte. Bei Marco Kutscher und van Gogh war es quasi das Gegenteil – die beiden lieferten den schnellsten Vier-Fehler-Ritt des zweiten Umlaufs, der ihnen Rang acht bescherte. Als Zehnte reihten sich Ludger Beerbaum und Chiara mit ebenfalls einem Abwurf in Runde zwei ein.

 

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