Valkenswaard: Gelungene GCL-Premiere mit Sieg für Bengtsson/Smolders

Global Champions Tour-Macher Jan Tops weiht dieses Wochenende nicht nur seinen neuen Turnierplatz auf seiner Anlage in Valkenswaard, Niederlande, ein. Gestern war auch der Testlauf für seinen neuesten Coup, die Global Champions League, die 2016 starten soll.

Nachdem die juristische Auseinandersetzung mit dem Weltreiterverband (FEI) zu Gunsten von Tops und seinem Team ausging, steht dem neuen Format der Global Champions Tour für Teams, Global Champions League genannt, nichts mehr im Wege. Gestern gab es sozusagen einen Vorlauf, in dem das Team „Madrid“ siegte. Das bestand aus dem Schweden Rolf-Göran Bengtsson und dem Holländer Harrie Smolders. Der meinte, für ihn sei ein Traum in Erfüllung gegangen, mit Bengtsson in einer Mannschaft reiten zu können. Die Partner waren zuvor unter FEI-Aufsicht ausgelost worden. Bengtsson hatte nicht auf Toppferd Casall gesetzt, sondern auf die elfjährige Holsteinerin Unita v. Corrado-Caretino. Die dankte ihrem Reiter das Vertrauen mit zwei fehlerfreien Umläufen. Sie war übrigens das einzige Pferd der Prüfung, dem dieses Kunststück gelang. Der einzige Fehler, der für das Paar zu Buche schlug, kam von Smolders‘ zehnjährigem KWPN-Wallach Aiyetoro v. Concorde-Colino, der sich im zweiten Umlauf einen Zeitfehler leistete. Damit war dem Team Madrid der Sieg sicher.

Platz zwei holte sich mit insgesamt vier Fehlern das Team Chantilly, bestehend aus Edwina Tops-Alexander (AUS) auf der elfjährigen Heidi du Ruisseau Z v. Heartbreaker-Darco und Henk van de Pol (NED) mit dem Hannoveraner Spartacus v. Stakkato-Grannus. Letzterer hatte im zweiten Umlauf einen Abwurf.

Das Team Hamburg setzte sich zusammen aus Daniel Deußer auf dem OS-Wallach Toulago v. Toulon-Carthago und Christina Liebherr aus der Schweiz im Sattel des BWP-Hengstes Eagle Eye v. Darco-Cento. Deußer und Toulago hatten vier Fehler im ersten und einen Zeitstrafpunkt im zweiten Umlauf. Christina Liebherrs Eagle Eye ließ alle Stangen liegen, war aber in beiden Runden ein bisschen zu langsam. Machte in Summe sieben Strafpunkte.

Im kommenden Jahr werden die Teams dann nicht mehr ausgelost, sondern sozusagen zusammen gekauft. Der Teammanager entscheidet, welchen Reiter und welches Pferd er auf welchem Turnier einsetzt. Das hat dann auch was mit taktischem Geschick zu tun, weil die Turnierplätze der Global Champions Tour sehr unterschiedlich sind – von großen Stadien mit Grasboden bis hin zu kleinen Plätzen auf Sand. Jan Tops sagte: „Wir haben bereits sechs Teams, die fürs kommende Jahr zugesagt haben. Man kann verschiedene Nationen miteinander kombinieren und so die allerbesten zusammenbringen und das ist es, was das Ganze vom Nationenpreis unterscheidet.“

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