Villach: Und ewig siegt der Whitaker

Wieder einmal hat Großbritanniens Springreiter-Ikone John Whitaker gezeigt, dass er mit seinen bald 59 Jahren noch immer allen anderen davon reiten kann. Diesmal beim Fünf-Sterne-Springturnier im Glock Horse Performance Center im österreichischen Villach.

Im Sattel des zwölfjährigen Arko III-Sohnes Argento, seinem derzeit besten Pferd, warf Whitaker all seine Erfahrung in die Waagschale und lieferte die mit Abstand schnellste Zeit im sechsköpfigen Stechen. Das hatte übrigens auch sein Sohn Robert erreicht, der hier aber mit acht Strafpunkten platzierungsmäßig das Schlusslicht bildete. Sein Vater hingegen blieb trotz der blitzschnellen 37,76 Sekunden ohne Abwurf und konnte sich so über satte 112.500 Euro freuen. Und das war nicht der einzige Sieg für John Whitaker an diesem Tage. Schon um acht Uhr in der Früh hatte Whitaker mit Lord of Arabia das Zwei-Phasen-Springen für sich entscheiden können.

Am dichtesten dran an der Siegerzeit waren die beiden Deutschen Meister, Daniel Deußer und der erst neunjährige Balou du Rouet-Feinschnitt-Sohn Forst Class van Eeckelghem. Für sie stoppte die Uhr bei 38,51 Sekunden. 90.000 Euro waren der Lohn für die Mühe. Platz drei ging nach Schweden, an Malin Baryard-Johnsson im Sattel ihres nach mehrfachen Verletzungspausen offensichtlich wieder fitten KWPN-Hengstes Tornesch. Der 14-jährige Lux Z-Libero-Sohn erreichte das Ziel nach 39,44 Sekunden.

Noch zwei weitere deutsche Paare waren „im Geld“: Meredith Michaels-Beerbaum auf der ebenfalls mit neun Jahren noch sehr jungen For Pleasure-Libero H-Tochter Atlanta und Marco Kutscher im Sattel des elfjährigen Westfalenwallachs Cornet’s Cristallo, ein Cornet Obolensky-Pilot-Sohn. „MMB“ und die KWPN-Stute hatten es ins Stechen geschafft und belegten Rang fünf mit der langsamsten Null-Runde von 40,21 Sekunden. Marco Kutscher, der seit diesem Monat nicht mehr täglich an der Seite von Ludger Beerbaum arbeitet, sondern nun selbstständig zusammen mit seiner Freundin Eva Bitter tätig ist, lieferte die schnellste Vier-Fehler-Runde im Umlauf und wurde damit am Ende noch Siebter.

Marcus Ehning und sein WEG-Kandidat Cornado hatten ebenfalls einen Abwurf in Runde eins, waren aber nicht schnell genug für die Platzierung. Ebenso erging es Max Kühner und Clintop.

Dafür konnte Marcus Ehning sich im Hauptspringen am Samstag über eine Platzierung seiner erst acht Jahre alten Singular La Silla freuen. Der Chapultepec La Silla-Stakkato-Sohn lieferte zwei fehlerfreie Umläufe. Die Zeit im Stechen reichte für Platz neun. Im selben Springen waren Daniel Deußer und Fyloe vh Claeyssenhof zudem Vierte gewesen. Und Ehning saß auch im Sattel des Siegers der Youngster-Tour, dem belgischen Mr. Blue-Sohn Again du Toultia.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.Air Zoom Pegasus 33

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