Zangersheide: Springpferde-Weltmeisterschaften mit einer Medaille für Deutschland

Gregory Wathelet und Mjt Nevados S

Eine Medaille gab es für Deutschland bei den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde in Lanaken auf dem Gestüt Zangersheide. Ansonsten dominierten die Reiter und auch Pferde aus Belgien und den Niederlanden. Gut vertreten waren allerdings die Westfalen unter den Platzierten.

Doron Kuipers und Kerswin van't Roosakker

Dirk Caremans (© Doron Kuipers und Kerswin van't Roosakker)

Der Ernst des Lebens, mit anderen Worten das Springen gegen die Uhr, geht bei den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde schon bei den Fünfjährigen los. Neun Paare hatten es ins Stechen des 1,30 Meter-Parcours geschafft. Die Bestzeit lieferte der von Doron Kuipers (NED) gerittene belgische Wallach Kerswin van’t Roosakker v. Echo van’t Spielveld-Diamant de Semilly. Auch Platz zwei war belgisch besetzt mit Keops v. Begijnakker v. Indoctro-Lux Z unter Yves Vanderhasselt (BEL). Willem Greve holte mit der KWPN-Stute Formidable, die von seinem Spitzenpferd Carambole aus einer Mutter v. Calvados abstammt, Bronze.

Das beste deutsche Ergebnis lieferte Christian Ahlmann, der als Schwiegersohn des Hausherrn Leon Melchior quasi ein Heimspiel hat, mit dem Westfalen Hengst Cornwall, ein Sohn von Marcus Ehnings Cornado aus einer Mutter v. Großadmiral, auf Rang vier. Auch mit Zweitpferd Leander, einem ebenfalls westfälisch gezogenen Lord Pezi-Calato-Sohn, hatte Ahlmann es ins Stechen geschafft. Fünf Strafpunkte bedeuteten Platz neun.

Maikel van Mierlo und Early

Dirk Caremans (© Maikel van Mierlo und Early)

Die Sechsjährigen treten auf 1,35 Meter-Niveau gegeneinander an. Hier hatte der Holländer Maikel van Mierlo mit dem KWPN-Wallach Early v. Harley-Indorado die Nase vorn. Zweiter wurde der in Belgien beheimatete Brasilianer Marlon Modolo Zanotelli auf Ellavar X, auch dies ein KWPN-Pferd, eine Stute v. Calvaro Z-Clearway. Die einzige Medaille für Deutschland holten hier Christian Ahlmann mit einem allerdings nicht deutsch gezogenen Pferd, dem Zangersheide-Hengst Take A Chance On Me Z, ein Sohn von Ahlmanns Spitzenpferd Taloubet Z aus einer Aldatus Z-Mutter.

Dafür waren die nächsten Ränge durch deutsche Pferde besetzt, durch die Rheinländerin Caleya v. Calido-Lancer II unter Otmar Eckermann und Christian Ahlmann mit seinem zweiten Pferd, dem westfälischen Comme il faut-Balou du Rouet-Sohn mit dem schönen Namen Comilfo Plus Z. Die vierte Platzierung für Deutschland in diesem Springen holten Vincent Elbers und der Westfale Assalitore v. Arpeggio-Up To Date als Zehnte.

Bei den Siebenjährigen, die über 1,45 Meter springen, gab es ein „Kopf-An-Kopf-Rennen“ zwischen Gregory Wathelet auf dem polnischen Hengst Mjt Nevados S v. Calvados Z-Romualdo und der Britin Laura Renwick im Sattel der irischen Stute Washington v. O.B.O.S. Quality-Cavalier Royale, das schließlich zugunsten der Männer ausging. Bronze ging an ein weiteres irisches Paar, die von Eoin McMahon gerittene Talks Cheap v. Tinaranas Inspector-Colin Diamond.

Erneut war Christian Ahlmann bester deutscher Reiter, diesmal auf der Hannoveraner Stute Ciao Conni v. Contendro-For Pleasure.

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