Badminton: Führungswechsel nach dem Gelände, Rüder ohne Hindernisfehler

Mitisubishi Motors Badminton Horse Trials 2019

Oliver Townend (GBR) und Ballaghmor Class liegen nach dem Cross von Badminton 2019 in Führung. (© Houghton)

Das Gelände in Badminton hat die Dressurrangierung gehörig durcheinander gewürfelt. Dabei war es im wesentlichen die Zeit, die entscheidend war.

An der Spitze liegt nach wie vor Oliver Townend, allerdings nicht mit dem Dressur-Ersten Cillnabradden Evo (der liegt nun nach einigen Zeitfehlern auf Rang sieben), sondern mit seinem 2017er Burghley-Sieger Ballaghmor Class, der mit gerade mal 0,4 Zeitstrafpunkten aus dem Cross kam. Townend hat vor dem abschließenden Springen einen guten Springfehler Vorsprung: 21,5 Minuspunkte zu 26,8, mit denen seine Landsfrau Piggy French auf der fantastischen Vanir Kamira antritt.

Auf Rang drei liegt mit 27,7 Minuspunkten nach einer stilistisch herrlich anzusehenden Cross-Runde Australiens Christopher Burton im Sattel des fantastisch springenden und galoppierenden Graf Liberty. Die beiden waren lange das einzige Paar, das innerhalb der erlaubten Zeit blieb. Und es spricht für Burtons Klasse, dass er die Zeit auf hundertstel Sekunde traf. Zumal Burton das Kunststück, in der Zeit zu bleiben, auch noch mit seinem zweiten Pferd vollbrachte, Cooley Lands. Der ist mit 28,1 Minuspunkten aktuell Fünfter.

Dazwischen schoben sich mit 27,8 Minuspunkten Andrew Nicholson (NZL) und Swallow Spring, die ebenfalls mit ganz weißer Weste ins Ziel kamen. Beide, Reiter und Pferd, sahen im Ziel so aus, als könnten sie den Kurs noch einmal in Angriff nehmen.

Einen super Eindruck hinterließen auch Kai Rüder und Colani Sunrise. Zwar rutschten sie nach 25,6 Zeitfehlern von Rang 15 auf Platz 30, aber sie meisterten die Anforderungen des schwierigsten Cross-Country-Kurses der Welt ganz locker, kamen ohne Hindernis-, lediglich mit den Zeitfehlern ins Ziel.

Ein toller Kurs!

Auf die Schulter klopfen kann sich heute Abend auch der Gelände-Chef Eric Winter. Ihm gelang es, einen Kurs zu bauen, der die Spreu vom Weizen trennte, ohne schlechte Bilder zu produzieren. Ein Pferd stürzte – nach dem jetzigen Stand der Dinge aber ohne Folgen.

Ansonsten blieben 47 der 78 Paare ohne Hindernisfehler im Gelände. 15 Reiter gaben auf, vier schieden aus. Eric Winter: „Ich sage nach einem Geländetag wirklich nicht oft, dass ich nichts anders gemacht hätte. Aber heute ist das der Fall. Der Kurs hat gezeigt, warum die Besten die Besten sind und dem Rest, woran sie arbeiten müssen.“

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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