Luhmühlen: Calvin Böckmann Deutscher U21-Meister, Hedda Vogler Junioren-Meisterin

Calvin_Boeckmann_DJM_Luhmuehlen_Calvin Böckmann und Altair de la Cense (c) Jens Frohne

Deutscher U21-Meister 2022 und nun für das EM-Team gesetzt: Calvon Böckmann mit Altair de la Cense (© Frohne)

Calvin Böckmann hat seine Führung auch im Abschlussspringen der Deutschen U21-Meisterschaftswertung nicht abgegeben. Bei den Junioren hieß die Überraschungssiegerin Hedda Vogler.

Calvin Böckmann, der seine letzte Saison im Lager der Jungen Reiter bestreitet, saß bei der DJM in Luhmühlen im Sattel seiner Erfolgsstute Altair de la Cense. Der Sportsoldat aus Warendorf lag nach dem Gelände, das er problemlos absolviert hatte, an zweiter Position. Im abschließenden Springen erlaubten sich Böckmann und „Ali“ keine Fehler – das bedeutete den Sieg mit insgesamt 25,1 Minuspunkten in der Meisterschaftswertung. „Ich bin sehr erleichtert, super stolz und mega happy über Ali, dass sie wieder so da ist, auf ihrem alten Level, und heute wieder alles gegeben hat“, so Calvin Böckmann. Parallel  zu seinem Sieg belegte er mit seinem zweiten Pferd The Phantom of the Opera Platz elf in der offenen Wertung der als CCI3*-L ausgeschriebenen Deutschen Meisterschaft und ist mit nun zwei Toppferden auch für den kommenden Einstieg in den „Seniorensport“ gut gerüstet.

Die Silbermedaille ging mit 27,6 Minuspunkten an Nicholas Goldbeck mit dem zehnjährigen Holsteiner Wallach Chintano, den der 20-Jährige selbst ausgebildet hat. „Es ist das erste Mal, dass ich an Deutsche Meisterschaft der Jungen Reiter teilnehme. Also habe ich auch nicht mit so etwas gerechnet.“ Zur Vielseitigkeit gekommen ist Nicholas Goldbeck über die Familie Gerken, seit einem Jahr steht sein Pferd im Gestüt Tasdorf bei Sophie und Christian Vogg.

Linus Richter komplettierte das Podium, das seit 1988 das erste Mal nur männlich besetzt war. Die Oldenburger Stute Rayja trug ihn mit einem fehlerfreien Abschlussparcours und insgesamt 30,1 Minuspunkten zur Bronzemedaille.
Etwas Pech hatte Sportsoldatin Libussa Lübekke mit Caramia, die aufgrund zweier Abwürfe im Parcours die Silbermedaille verlor. Am Ende wurde es Rang 14 (35,0). Greta Busacker lag nach der Dressur und der besten Geländerunde auf Bronzekurs, allerdings erwies sich ihr Scrabble am Sonntagmorgen nicht ganz „fit to compete“, so dass das Springen ohne sie stattfand.

Überraschungssieg bei den Junioren

„Ich habe von den Top fünf geträumt, Top drei wäre der absolute Wahnsinn gewesen – aber mit diesem Ausgang hatte ich nun gar nicht gerechnet“, sagte eine überglückliche Hedda Vogler nach ihrem Meisterschaftssieg bei den Junioren. Sie war mit der neunjährigen, in Belgien gezogenen Stute Niagara de Champenotte nach Luhmühlen gekommen. Nach der Dressur lag das Paar auf Platz sieben. Sowohl im Gelände als auch im Parcours ließen sich die beiden nichts zu Schulden kommen. „Dass sie heute null gesprungen ist, ist ohne Worte. Dieses Pferd macht Träume wahr“, schwärmte Vogler.

Smilla Maline Philipp hatte mit Sir Boggles bis zum Schluss in Führung gelegen, doch ein Fehler am Einsprung der zweifachen Kombination machten aus der Gold- eine Silbermedaille mit 28,9 Minuspunkten für die 15-jährige Nachwuchsreiterin.

Bronze ging an Theda Knop von Schwerdtner auf Tabries (31,5). Auch dieses Paar kassierte im Parcours einen Fehler. „Tabries ist ein ganz unglaubliches Pferd. Sie hat unglaublich viel Potenzial in der Dressur und man merkt, dass sie Bock auf Gelände hat. Und im Springen kann es mal super laufen, mal halt nicht so“, sagte die 17-jährige Schülerin. „Natürlich hätte hier das ein oder andere noch besser laufen können, aber ich denke, eine Bronzemedaille ist cool und ich bin auf alle Fälle sehr zufrieden.“
Luhmühlen war zum dritten Mal Austragungsort der DJM.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.