Luhmühlen: Das erwartet die Reiter im Olympia-Jahr

image005

Ingrid Klimke und Asha P im Cross von Luhmühlen. (© Thomas Ix)

Mehr Geld, neue Linien und die Sichtung für die Olympischen Spiele 2020: In einer Pressemitteilung hat die Turniergesellschaft Luhmühlen heute bekannt gegeben, was Reiter und Zuschauer in diesem Jahr bei dem Vielseitigkeits-Klassiker in der Lüneburger Heide erwartet.

Seit über 60 Jahren werden in Luhmühlen große Vielseitigkeitsprüfungen ausgerichtet – darunter sechs Europameisterschaften und eine Weltmeisterschaft. Aber das Gelände vor den Toren Hamburgs ist nicht nur Veranstaltungsort für Championate, sondern zählt auch seit 2005 zu den schwierigsten Vielseitigkeitsprüfungen weltweit. Nur sechs Turniere auf Fünf-Sterne-Niveau gibt es – eines davon ist Luhmühlen. Vom 18. bis 21. Juni ist es wieder soweit.

Dank der Partnerschaft mit dem Schweizer Uhrenhersteller Longines geht es im CCI5*-L dieses Jahr um 125.000 Euro Preisgeld. Das sind immerhin 25.000 Euro mehr als noch in 2019. „Wir sind sehr gespannt, wie sich dieser für Luhmühlen doch deutliche Sprung im Preisgeld auf das Starterfeld auswirken wird“, so Julia Otto, Geschäftsführerin der Turniergesellschaft Luhmühlen.

Neben der Fünf-Sterne-Prüfung findet in Luhmühlen auch die Deutsche Meisterschaft der Vielseitigkeitsreiter statt, die im Rahmen einer Vier-Sterne-Kurzprüfung entschieden wird. In diesem Jahr wird es allerdings nicht nur um den nationalen Titel gehen, sondern auch um eine letzte Leistungsüberprüfung vor den Olympischen Spielen in Tokio. Viele ausländische Föderationen haben bereits angekündigt, dass sie das Turnier als Sichtung nutzen wollen. „Die Reiter haben in Luhmühlen ideale Bedingungen und eine große Zuschauer-Kulisse. Damit lässt es sich gut auf große Championate vorbereiten“, so Julia Otto.

Mehr Fokus auf die Zeit

Laura Gause

Der Brite Mike Etherington-Smith entwirft die Geländestrecke. (© Laura Gause)

Für die Geländestrecke in Luhmühlen ist erneut Kursdesigner Mike Etherington-Smith verantwortlich. Der Brite war bereits Anfang Februar in der Lüneburger Heide zu Gast, um einige Hinderniskomplexe zu positionieren. „Wir werden die Richtung der Europameisterschaft beibehalten – es geht nach wie vor rechtsherum. Dennoch gibt es einige Veränderungen. Um das Tempo der Reiter ein wenig zu drosseln, werden ein paar neue Linien zum Einsatz kommen. Die Zeit soll eine gewichtigere Rolle spielen. Dabei möchte ich jedoch den Rhythmus erhalten. Neue Aufgabenstellungen gibt es immer – doch das Hauptaugenmerk muss meines Erachtens immer darauf liegen, Geländestrecken zu bauen, die sich flüssig reiten lassen“, erklärte Etherington-Smith.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.