Olympiasieger Blyth Tait beendet erneut seine Karriere

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Blyth Tait (© www.toffi-images.de)

Der neuseeländische Vielseitigkeitsreiter Blyth Tait hat bekannt gegeben, dass er seine sportliche Karriere an den Nagel hängen will – und das bereits zum zweiten Mal. Eine fünfte Teilnahme an den Olympischen Spielen wird es für den 58-Jährigen damit wohl nicht mehr geben.

Blyth Tait hat quasi alles erreicht, was es in der Vielseitigkeit zu erreichen gibt: Bei den Weltreiterspielen 1990 gewann der Neuseeländer auf Messiah Doppelgold. Zwei Jahre später holte das Paar Einzelbronze und Mannschaftssilber bei den Olympischen Spielen in Barcelona. Der Höhepunkt in der Karriere des Neuseeländers folgte bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, wo er auf dem erst achtjährigen Ready Teddy den Einzeltitel gewann.

Der Vollblüter trug Tait auch zwei Jahre später zum Doppelsieg bei den Weltreiterspielen in Rom. Zudem nahmen die beiden an Olympia 2000 in Sydney und 2004 in Athen teil. Eine weitere Bronzemedaille mit der Mannschaft gewann Tait bei den Olympischen Spielen in Atlanta auf Chesterfield – damals wurden die Medaillen noch in zwei separaten Entscheidungen vergeben.

Das zweite Karriere-Ende

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Schon in 2004 hatte Blyth Tait zum ersten Mal beschlossen, sich zukünftig ganz auf seine Rolle als Trainer und Teamchef der neuseeländischen Vielseitigkeitsreiter zu konzentrieren. 2011 folgte dann aber die Rückkehr in den Sport. Den letzten Auftritt bei einem großen Championat hatte der 58-Jährige bei den Weltreiterspielen in Tryon, wo er mit Dassett Courage allerdings im Gelände ausschied. Nun gab Blyth Tait bekannt: „Es ist unwahrscheinlich, dass ich noch einmal an einem Turnier in Übersee teilnehme.“

„Ich bin sehr glücklich, die Zügel an die jüngeren Reiter weiterzugeben und werde diese voll unterstützen. Es gibt eine leuchtende Zukunft und ernstzunehmende junge Talente hier“, sagte der Vielseitigkeitsreiter gegenüber Horse & Hound. „Ich war so lange erfolgreich, dass ich zufrieden auf meine Karriere zurückblicken kann. Aber dafür braucht es sehr viel harte Arbeit und 110-prozentiges Engagement. Und da ich nun älter bin, ist es schwieriger geworden das alles aufrechtzuerhalten.“

Gänzlich auf Turniere verzichten, möchte der 58-Jährige aber auch zukünftig noch nicht. So plane er weiterhin an Springen teilzunehmen: „Ich bin dabei, um ein bisschen Spaß zu haben … Lassen Sie es mich so sagen: Wenn es regnet, fahre ich wieder nach Hause.“

Quelle: Horse & Hound

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