Strzegom: Doppelsieg für Ingrid Klimke und Hochspannung im Vielseitigkeits-Nationenpreis

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Ingrid Klimke und Asha P hatten den Löwenanteil am Sieg der deutschen Mannschaft beim Nationenpreis in Strzegom im August 2020. (© FEI/Leszek Wójcik)

Ingrid Klimke musste aus ihrem Routinier Hale Bob heute gar nicht alles heraus reiten, um die Einzelwertung des Nationenpreises von Strzegom zu gewinnen. Die beiden hielten ihre Führung aus der Dressur ganz locker, während Stallkollegin Asha P die Prüfung mit ihrem Dressurergebnis beendete und so den Löwenanteil zum umkämpften Mannschaftssieg beitrug.

Nach Dressur und Springen lagen die Niederlande noch klar vorn in der Nationenpreiswertung des CCIO4*-NC-S von Strzegom. Aber im Gelände lief es heute perfekt für die deutsche Mannschaft und so konnte das GER-Quartett noch an der Oranje-Equipe vorbeiziehen.

Bestes Paar der Mannschaftswertung waren Ingrid Klimke und ihre Askari-Tochter Asha P, die ehemalige Weltmeisterin der jungen Vielseitigkeitspferde und DM-Zweite 2019. Nach der Dressur hatten sie mit ihren 30,2 Minuspunkten noch an zwölfter Stelle gelegen. Doch dank einer von nur zwei fehlerfreien Runden im Cross und ebenso sauberem Springen konnten die beiden sich am Ende auf Rang zwei in der Einzelwertung vorarbeiten.

Besser war lediglich Stallkollege Hale Bob, der seine Reiterin ja vor drei Jahren in Strzegom schon zur Europameisterin gemacht hatte. Diesmal gelang ihm ein Start-Ziel-Sieg trotz eines Abwurfs im Parcours. Aber mit einer 21,7 Minuspunkte-Dressur hatte er sich den leisten können, ohne die Führung zu verlieren, die er dann mit einer 2,4 Zeitstrafpunkte-Runde im Gelände auch souverän bis zum Schluss hielt.

Hale Bobs Ergebnis zählte allerdings nicht für die Mannschaft. Anders das von Andreas Dibowski und seiner Hannoveraner Contendro-Tochter Corrida. Die beiden waren Achte nach der Dressur, arbeiteten sich im Springen auf Rang sieben vor und hatten heute zwar acht Zeitfehler im Gelände, verbesserten sich durch Fehler der Kollegen aber trotzdem auf Rang fünf der Gesamtwertung.

Einen Riesensatz nach vorne machten auch Beeke Jankowski und ihr Trakehner Tiberius. Nach der Dressur hatte der 14-jährige Trakehner an zehnter Stellte gelegen. Im Parcours warf sie ein ärgerlicher Abwurf auf Platz 13 zurück. Aber nach einer tollen Geländerunde, in der es lediglich 4,8 Zeitfehler gab, wurde es am Ende noch der siebte Platz für die Schleswig-Holsteinerin.

Die vierte Teamreiterin, Heike Jahncke auf Mighty Spring, hatte einen Stopp im Gelände, wurde am Ende aber noch 17. der Gesamtwertung.

Noch davor platzierte sich das Einzelstarter angetretene Paar Malin Hansen-Hotopp mit Monsieur Schnabel auf Rang 14.

Platz zwei in die Niederlande

Um gerade mal 3,6 Minuspunkte musste sich das niederländische Team der deutschen Equipe geschlagen geben. Beste Reiterin war Merel Blim auf Ceda, die am Ende Dritte wurden mit 30,40 Minuspunkten.

Tolle Leistung von Jordy Wilken und Burry Spirit, sie waren neben Klimke und Asha das einzige Paar innerhalb der erlaubten Zeit im Cross und verbesserten sich so von Rang 18 auf Platz acht in der Einzelwertung.

Raf Kooremans und Dimitri waren als Neunte nach der Dressur gestartet und beendeten die Prüfung auch als Neunte.

Anders Laura Hoogeveen und Quibus. Die beiden lagen auf Rang fünf, ehe sie heute ins Gelände mussten. Nach einem Sturz an Hindernis 16b schieden sie jedoch aus.

Rang drei sicherten sich die Gastgeber aus Polen in der Besetzung Mateusz Kiempa auf Lassban Radofix (Rang vier), Joanna Pawlak mit Fantastic Frieda (Platz zehn), Jan Kaminski auf Senior (Rang 15) und Michal Hycki mit Moonshine (Platz 21).

Alle Ergebnisse aus Strzegom finden Sie hier.

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