Bundeschampionat 2020: Die zweite Qualifikation mit Delestre an der Spitze

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(© St.Georg)

Benannt nach einem der besten Springreiter der Welt, bewies der Sieger der zweiten Qualifikation der sechsjährigen Springpferde beim Bundeschampionat 2020, dass auch er das Zeug hat für den großen Sport.

„Eigentlich war mein Plan den Parcours mit einer mittleren Zeit und einer mittleren Wertnote zu absolvieren, aber ich merkte schon am Anfang, dass das mit der Wertnote heute nicht klappt. Da habe ich sofort einen Zahn zugelegt, überall einen Galoppsprung weniger gemacht“, erklärt Mario Mainz seinen Husarenritt mit Delestre. Nach 68,83 Sekunden waren die beiden in der 2. Qualifikation der sechsjährigen Springpferde im Ziel. Drei Sekunden war er mit dem Hengst von Diarado – El Bundy am Ende schneller als Kevin Lensky und Hylanderhof`s Kanta Lou, die damit zur Siegerin der zweiten Abteilung avancierte (siehe unten).

Mario Maintz hat Delestre vierjährig gekauft. Schon fünfjährig hatte der Hannoveraner sich für das Bundeschampionat qualifiziert, wurde jedoch nicht vorgestellt. Dieses Jahr wird der von Tanja Iken gezogene Braune im Finale am Sonntag ein Wörtchen mitreden, wenn die 40 Besten aus zwei Qualifikationsprüfungen um den Titel des Bundeschampions 2020 an den Start gehen.

„Ich freue mich schon darauf dass Delestre sieben oder acht Jahre alt wird und sich bei höheren Aufgaben bewähren kann“, glaubt Mario Maintz fest an den heutigen Tagessieger in Warendorf.

Zineday unter Christian Kukuk bestätigte seine gute Form aus der ersten Prüfung und beendete das heutige M** Springen in 73,83 Sekunden auf dem zweiten Platz der ersten Abteilung hinter Delestre. Der Westfale ist ein Sohn des Zinedine aus einer prominenten Stute: Seine Mutter Paola von Polydor – Frühlingsball war unter Henrik von Eckermann international hoch erfolgreich. Nach ihrer Karriere als Sportpferd ging sie in die Zucht, kam dann, schon in fortgeschrittenem Alter, in die Zuchtstätte Franz-Georg Ottmann, wo sie mit Zinedine aus der Hengststation Beerbaum den Hengst Zineday brachte.

In 74,98 Sekunden galoppierte Sagan unter Pashalis Ballas ins Ziel, und damit an dritter Stelle in der 1. Abteilung. Sagan ist ein Sohn des Stakkato – Calypso II, Gezogen ist der Hannoveraner Wallach von der VVH Fonk AG, Besitzer die European Yongsters.

Zweite Abteilung mit Kanta Lou an der Spitze

In der Gesamtwertung an zweiter Stelle, somit Sieger der zweiten Abteilung wurde mit 71,92 Sekunden Hylanderhof`s Kanta Lou, unter Kevin Lensky. Mit Kannan und Stakkato hat die Rappstute international erfolgreiche Ahnen in ihrem Pedigree, verantwortlich dafür ist Züchterin Sina Dierking. Als Besitzer ist die Reitanlage Sonnenbrink GmbH eingetragen.

Siegerin Nummer drei

Lady Fussel war mit 73,79 Sekunden die Drittschnellste im Starterfeld, damit trug sie die Siegerdecke in der dritten Abteilung. Fabian Legros ist der Reiter der Hannoveraner Stute von Largentino – Stakkato. Züchter und Besitzer ist Frederic Legros, Wunstorf.

Denver L unter Philipp Schöllhorn war nach 75,50 Sekunden im Zirl, Platz drei. Züchter und Besitzer des dunkelbraunen Wallachs von Dibadu L – Dinard L ist Arthur Laier.

Auf Stil und Zeit

88 Starter bewarben sich in der 2. Qualifikation um den Einzug ins Finale. Gewertet wurde nicht nur die Zeit, auch über die Wertnote konnten sich die Sechsjährigen qualifizieren. 41 der angetretenen Starterpaare blieben ohne Strafpunkte, das spiegelte die gute Qualität des Jahrgangs 2014 wider, aber auch den angepassten Parcoursbau des Veranwortlichen Peter Schumacher. Von den Abmessungen anspruchsvoll, aber nie eckig, alles im Fluss und gut zu reiten war die Aufgabe für die hoffnungsvollen Youngster mit Augenmaß angepasst.

Wünschenswert, dass ein Gros der Pferde im nächsten Jahr wieder nach Warendorf kommt und sich bewirbt um den Titel bei den siebenjährigen Springpferden. Deren Wettbewerbe sind in diesem Jahr enttäuschend schwach besetzt.

Die in diesem Jahr angetretenen Reiter sind ausnahmslos froh über die Gelegenheit auch unter Corona- Bedingungen ihre jungen Pferde vorstellen zu können, loben das Team um Turnierleiter Markus Scharmann für die Durchführung. Zitat Mario Maintz: „Sicher ist die Atmosphäre eine andere als in den vergangenen Jahren, das Publikum fehlt eben leider. Aber alles andere ist top, die Veranstalter haben das Bestmögliche unter den erschwerten Voraussetzungen gemacht.“

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