WM Junge Vielseitigkeitspferde: Cooley Lancer ist sechsjähriger Weltmeister

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Weltmeister der Sechsjährigen Cooley Lancer unter Peggy French (GBR) (© Mondial du Lion/Solene Bailly Photos)

Bei der WM der Jungen Vielseitigkeitspferde im französischen Le Lion d’Angers holte sich der Ire Cooley Lancer unter Piggy French den Titel in der Altersklasse der Sechsjährigen. Ein Trakehner landete auf Platz fünf. 


Die Badminton-Siegerin Piggy French aus Großbritannien steuerte den irischen Hengst Cooley Lancer v. Coeur de Noblesse nach Platz drei in der Dressur mit 26,7 Minuspunkten fehlerfrei und in der Zeit sowohl über den Geländekurs als auch durch den abschließenden Parcours. So blieb es für das Paar bei ihrem Dressurergebnis. Damit wurde Cooley Lancer, der beim Schweizer Zuchtverband ZVCH registriert ist, Weltmeister der sechsjährigen Vielseitigkeitspferde. Der Titel des Vize-Weltmeisters ging an den französischen Hengst Dartagnan de Beliard v. Quite Easy unter Thomas Carlile (FRA). Mit 28,3 Minuspunkten insgesamt verwiesen die beiden Yasmin Nathalie Sanderson aus Norwegen im Sattel von Inchello DHI, einem KWPN-Wallach v. Chello III VDL (30,3) und Nicolas Touzaint mit der französischen Stute Demoiselle Platine HDC (31,0) auf die Plätze.

Platz fünf für das beste deutsche Pferd

Sophie Leube war mit dem gekörten Trakehner Hengst Sweetwaters Ziethen aus der Zucht von Dieter Schön am Start. Leube reitet Sweetwaters Ziethen seit zwei Jahren. „Jeden Sprung, jedes Cavaletti und jeden Baumstamm in seinem Leben hat er nur mit mir gemacht. Das ist schon ein besonderes Gefühl, wenn man es dann alleine hierher schafft mit so einem Pferd“, so die Reiterin. Ihren zweiten Platz nach der Dressur und 26,6 Minuspunkten verteidigten die beiden mit einer fehlerfreien Geländerunde, die der Hengst „überragend gemeistert hat“. Im abschließenden Springen jedoch verweigerte Ziethen in der zweifachen Kombination und es kamen zusätzlich 1,6 Zeitstrafpunkte zusammen. „Ziethen hat sich auf dem Abreiteplatz einmal am Oxer vertan. Das nimmt sich ein so ehrgeiziges Pferd, wie er es ist, immer zu Herzen. Dadurch fehlte ihm im Parcours das letzte Quäntchen Losgelassenheit, um ihn so souverän wie gewohnt zu absolvieren. Bisher ist er noch nie stehengeblieben“, analysierte Sophie Leute. Mit einem Endergebnis von 32,2 Minuspunkten wurden die beiden Fünfte, bestes deutsches Paar.
Kai Steffen Meiers QC Rock and Roll, ein Rheinländer Wallach v. Rock Forever I (Zuchtstätte Schmitz-Leitner, Rommerskirchen), kassierte in der Zweifachen sowie am letzten Sprung einen Abwurf. Das bedeutete trotz guter Dressur und einer sauberen Geländerunde am Ende Platz zwölf (35,1). Das dritte deutsche Paar in dieser Prüfung war Andreas Dibowski, der den den Oldenburger Quizzle v. Quo Vadis (Z.: Kilian Ackermann) qualifiziert hatte. Das Paar eröffnete die Weltmeisterschaft mit 34,6 Minuspunkten in der Dressur (25.). Im Gelände lief es rund, lediglich 2,4 Minuspunkte schlugen zu Buche. Im Parcours jedoch war schließlich der Wurm drin: 20 Strafpunkte, insgesamt dann 57,0 Minuspunkte, warfen sie im Ranking deutlich zurück – Rang 30. in der Schlussabrechnung. Der Boden im Dressur- und Springstadion soll in diesem Jahr nicht optimal gewesen sein, aufgeweicht und von Furchen durchzogen.

„Das ist schon eine sehr wertvolle Prüfung und gibt den Pferden, die hier das Gelände beendet haben, ein gutes Gefühl“, erläuterte Bundestrainer Hans Melzer. Allerdings seien die Bedingungen in Dressur und vor allem im Springen noch nie so schlecht gewesen. „Das war sonst immer gut. Aber ich hoffe, der Veranstalter wird hier seine Lehre daraus ziehen und nächstes Jahr einen Sandplatz anlegen.“

Die Ergebnisse im Detail finden Sie hier.

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