Wieder sterben zwei Pferde bei der Calgary Stampede

Bei dem großen Western-Spektakel Calgary Stampede sind bei Wagenrennen erneut zwei Pferde in der kanadischen Stadt ums Leben gekommen. Tierschützer sagen, dass in den letzten 30 Jahren mehr als 50 Pferde bei der Show gestorben sind.

Es geschah bei den Chukwagon-Rennen, in denen in der Arena in Calgary Planwagen um die Wette fahren. Die Vierspännerrennen sind Publikumsmagneten, bei denen es nicht eben zärtlich zur Sache geht. Wiederholt standen die Rennen schon in der Kritik, weil immer wieder Pferde bei Beinahe-Kollisionen zu Grunde gehen. In diesem Jahr brach sich ein Vollblutwallach ein Bein, bei einer weiteren Show zwei Tage später verletzte sich ein anderes Pferd so stark, dass es am darauffolgenden Tag eingeschläfert werden musste. Kanadische Tierschutzorganisationen fordern schon lange, die Rennen so zu gestalten, dass keine Pferde mehr dabei zu Schaden kommen. Die Vereinigung Animal Justice rechnet vor, dass seit 1986 mehr als 50 Pferde in den Planwagenrennen den Tod gefunden haben.

Die Veranstalter haben in einer Pressemitteilung den Tod der Pferde als „zutiefst bedauernswert“ bezeichnet. Als Reaktion auf die Kollision der beiden Kutschen wurde lediglich festgestellt, dass beide Fahrer Schuld an dem Zusammenstoß hatten, weswegen die Strafsumme von 10.000 Dollar zwischen den beiden Beteiligten aufgeteilt wurden. Die Statuten der Calgary Stampede sehen vor, dass der Besitzer eines Pferdes, das bei dem Rennen stirbt, von dem Verursacher des Unfalls 10.000 Dollar Schadenersatz kommt. So wolle man die Fahrer zu einer weniger offensiven Fahrweise ermutigen.