14 Tage-Test Adelheidsdorf: Va‘ Pensiero und Forlee überragend

Warendorf – Bundeschampionate 2020

Va'Pensiero v. Vitalis und Hannah Laser beim Bundeschampionat 2020 (© www.sportfotos-lafrentz.de)

In Adelheidsdorf ging heute ein weiterer 14 Tage-Test zu Ende – und zwar mit Traumbewertungen für den Reitpferde-Bundeschampion Va‘ Pensiero und den Springhengst Forlee.

Der Hannoveraner Va‘ Pensiero vom Klosterhof Medingen, der gerade in Warendorf zum Bundeschampion der dreijährigen Hengste gekrönt worden war, setzte auf sein erfolgreiches Jahr noch einen drauf. Der Vitalis-Fürstenball-Sohn (Z.: Zuchthof Düvel) war der einzige der 36 Prüflinge, der auf eine gewichtete Endnote über 9 kam.

Für Interieur, Charakter/Temperament und Leistungsbereitschaft erhielt er jeweils die Maximalnote 10,0. Die gab es auch von Richtern wie auch Fremdreitern für seine Rittigkeit. Die Grundgangarten wurden mit zweimal 9,0 (Trab und Galopp) sowie 9,5 im Schritt bewertet. Darüber hinaus machte Va‘ Pensiero auch über den Stangen eine gute Figur: 8,0 für seine Springanlage beim Freispringen. Unter dem Strich kam er auf eine Endnote von 9,15, die sich aus einer 9,38 im Bereich Dressur und einer 8,45 im Springen zusammensetzte.

Forlee auf den Spuren seiner Ahnen

Ein Pferd, auf dessen weitere Karriere man gespannt sein darf, ist auch der dreijährige Westfalen-Hengst Forlee aus der Zucht von Katrin Eckermanns Vater Otmar und inzwischen im Besitz der Ludger Beerbaum Stables, die ihn als teuersten Springhengst auf der Körung in Münster-Handorf erwarben.

Schon rein abstammungsmäßig ist dieser Hengst ein Juwel. Sein Vater ist der unvergessene For Pleasure, seine Mutter die Bundeschampionesse und Weltmeisterin der jungen Springpferde Chao Lee v. Comme il faut-Chacco Blue unter Katrin Eckermann.

Dass er hält, was sein Pedigree verspricht, demonstrierte Forlee in Adelheidsdorf mit seinen gerade mal drei Jahren eindrucksvoll. Auch bei ihm wurden die „inneren Werte“ samt und sonders mit 10,0 bewertet. Für die Springanlage beim Freispringen zückte die Bewertungskommission eine weitere 10. Hinzu kam die 9,0 für die Rittigkeit von den Richtern und eine 8,5 von den Fremdreitern. Die Grundgangarten wurden mit 7,5 (Trab), 8,0 (Galopp) und 7,0 (Schritt) bewertet. Das bedeutete eine springbetonte Endnote von 9,5 und eine Dressurnote von 7,8. Alles in allem kam Forlee auf das zweithöchste Gesamtergebnis von 8,85.

Weitere Ergebnisse

Drittbester Hengst war mit einer Endnote von 8,68 (Dressur: 9,09, Springen: 8,0) der Westfale Belvedere v. Beslissimo M-Danone aus der Zucht von Jürgen de Baey in Lemgo (der Zuchtstätte von Ahlerich, Rembrandt und Rubinstein) und angetreten für den Krüsterhof von Johann Hinnemann.

Es gibt ja inzwischen keine Mindestnoten mehr bei den Hengstleistungsprüfungen. Nach früherem System hätten die Hengste eine Gesamtnote von mindestens 7,5 oder eine disziplinspezifische Note von 8,0 und besser benötigt. Nicht bestanden hätten nach diesem System sechs Hengste bei diesem Test in Adelheidsdorf: ein Diamant de Semilly-Sohn, ein Nachkomme des Daily Diamond, einer v. Adagio de Talma, ein Feinrich-Sohn, ein Abkömmling von Toto Jr. sowie einer des Niederländers Indian Rock.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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