BuCha 2017: Senkrechtstarter Cooper VA bei den fünfjährigen Springern, Cheenook auf Titelkurs bei den Siebenjährigen

Featurebild Bundeschampionat Springen

Allmählich kristallisieren sich Favoriten für das Bundeschampionat der Springpferde 2017 heraus. Dazu zählt beispielsweise der siebenjährige Cheenook.

Der Springplatz auf der Burandtwiese in Warendorf ist für Cheenook, den zweifachen Sieger in den Qualifikationsprüfungen zum Warendorfer Youngster Championat ein vertrauter Ort. Schon 2015 und 2016 war der Wallach hier erfolgreich, erreichte mit seiner damaligen Reiterin Pauline Wenning die Finals der fünf- bzw. sechsjährigen Springpferde. Unter Sebastian Karshüning zeigt er sich auch 2017 in Topform. Nach seinem Sieg in der ersten Qualifikationsprüfung zum Warendorfer Youngster Championat setzte das Paar sich auch in der zweiten Prüfung, einer Zwei-Phasen-Springprüfung Kl.S* an die Spitze. Ohne Strafpunkte, in 29,18 Sekunden war der westfälische Wallach von Carell-Cornet Obolensky von der Konkurrenz nicht zu schlagen.

An zweiter Stelle galoppierte ebenfalls ein Westfale auf die Ehrenrunde: Afghan unter Stefan Engbers blieb strafpunktfrei in 30,29 Sekunden. Vater des Siebenjährigen ist Arpeggio, Muttervater Weinberg. An dritter Stelle platzierte sich ein Deutsches Sportpferd, Chanel unter Robert Bruhns, 0/31,26 Sekunden. Chanels Vater ist Chap, Muttervater Cadillo. Mit gestern einem dritten und heute einem fünften Platz machte L`Amore unter Patrik Majher auf sich aufmerksam, die Württemberger Stute von Lasino-Cathargo ist sicher auch eine Anwärterin auf den Titel des Warendorfer Youngster Champions.

30 Starter in der zweiten Qualifikationsprüfung sind viel zu wenige für diese attraktive Prüfung, die bei ihrer Einführung 2013 so viele Fürsprecher gefunden hatte. Über die Ausschreibung, besonders über die Kriterien der Starterlaubnis, muss nachgedacht werden, soll das Championat für die siebenjährigen Pferde nicht einen sanften Tod sterben, bevor es sich fest etabliert hat. Nachzudenken ist über die Beschränkung auf ein Pferd pro Reiter sowie den Ausschluss von Reitern, die kein Pferd in einem anderen Championat in Warendorf an den Start bringen. Das Youngster Championat wird auch ein Thema sein bei der nächsten Klausurtagung Bundeschampionat.

Zweite Qualifikation der Fünfjährigen

81 Starter bewarben sich in der zweiten Qualifikationsprüfung bei den fünfjährigen Springpferden am Freitag um den Einzug ins Finale am Sonntag. Platziert wurde in zwei Abteilungen. Hatte es in der ersten Prüfung nur einmal die Note 9,0, also ein „sehr gut“ gegeben, vergab die Richtergruppe dieses Mal gleich für vier Pferde eine Note im sehr guten Bereich.

Ganz vorn stand Cooper VA von Clarimo-Alcatraz mit 9,4. Das konnte am Mittwoch noch niemand ahnen, als der Holsteiner Schimmelhengst (VA steht für Züchter und Besitzer Manfred von Allwörden) mit der Note 7,0 noch auf dem 44. Platz landete.

9,1 stand für Oak Grove’s Che im Protokoll. Der Oldenburger Fuchshengst von Christian-Check in unter Harm Lahde wurde damit Zweiter in der ersten Abteilung. Das bedeutete nach dem Sieg in der ersten Qualifikation einen sicheren Startplatz im Finale. Der Drittplatzierte ist ebenfalls Oldenburger, er trägt allerdings den OS-Brand. Mister Albführen von Memphis-Linton, unter Marian Müller wurde mit 8,8 benotet.

8,7 gab es für Diamant de Plaisir, Reiter Thomas Heineking. Der Diamant de Semilly-For Pleasure-Sohn hatte am Mittwoch mit 9,0 die beste Tagesnote, mit dem heutigen vierten Platz ist ihm die Teilnahme am Finale sicher.

Zweite Abteilung

Züchter und Besitzer des Siegers der zweiten Abteilung ist das Gestüt Lewitz. Sein Name ist die Kombination aus seinem Vater Chacco-Blue und dem Muttervater Sandro Boy: Chacsandro. Er wurde mit 9,2 benotet. Nach dem vierten Platz in der ersten Qualifikationsprüfung und dem heutigen Sieg ist der OS-Wallach sicher im Finale.

Diaron ist sein Stallgenosse in Mühlen. Mit Patrick Stühlmeyer sprang er mit 9,1 auf den zweiten Platz. Diarado ist Vater des Schimmelhengstes, Muttervater ist Come On, abzulesen aus dem Namen des Oldenburgers.

Eine feine Runde gelang auch Philipp Schulze-Topphaff auf Cayenne, der westfälischen Stute von Capistrano, Muttervater Pontifex. 8,8, Platz drei.

Immer weniger Starter

Es wäre zu einfach, den starken Rückgang der Starterzahlen bei den Springpferden allein auf die geburtenschwachen Jahrgänge zurückzuführen, auch hier ist Ursachenforschung gefordert. Möglichst mit dem Ergebnis wieder mehr Bewerber beim Bundeschampionat der Springpferde zu aktivieren, schließlich qualifizieren sich übers Jahr deutlich mehr als dann schlussendlich in Warendorf antreten.