Escudo I – mit 29 Jahren für immer auf der Weide eingeschlafen

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Escudo (© Landgestüt Celle/S. Busse)

Das Landgestüt Celle hat einen ganz Großen verloren. Escudo I, genannt „Bärchen“, ist im stolzen Alter von 29 Jahren gestorben.

Escudo hatte den wohl schönsten Tod, den ein Pferd haben kann: Auf seiner Weide sei er friedlich eingeschlafen, berichtet das Landgestüt Celle, wo der Rappe segensreich für die deutsche Springpferdezucht im Einsatz war.

1991 kam Escudo bei Allmer Knoop aus Loxstedt zur Welt. Der hatte den Eiger I-Sohn Espri mit seiner Arkansas-Woermann-Stute Athene angepaart, die neben Escudo I unter anderem auch dessen Vollbruder, den ebenfalls gekörten Escudo II brachte.

Escudo I war schon als junges Pferd eine Erscheinung, überzeugte aber vor allem auch mit seinen Leistungen. Bei seiner Hengstleistungsprüfung war er sowohl bester Springer als auch Gesamtsieger. Er gewann das Hannoveraner Springpferdechampionat und avancierte zum Silbermedaillengewinner beim Bundeschampionat. Später sammelte er unter seinem Ausbilder, dem 1. Hauptsattelmeister Joachim Winter, Erfolge bis Klasse S.

Vererbung

Sein Talent vererbte Escudo zuverlässig weiter. Man denke nur an die drei Embassy-Vollbrüder, von denen allein Embassy II ja mehr als eine Million Euro mit Hans-Dieter Dreher im Sattel zusammengesprungen hat. Weitere bekannte Nachkommen sind zum Beispiel Enorm von Ludger Beerbaum und Escobar von Thomas Weinberg.

Insgesamt verzeichnet das Jahrbuch Sport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung sagenhafte 130 Nachkommen von Escudo in Klasse S, fünf davon auch in der Dressur und 3 im Fahrsport.

Hinzu kommen – Stand September 2019 – 33 gekörte Söhne und 466 eingetragene Zuchtstuten, davon 88 mit Staatsprämie, die das Erbe des Escudo weitertragen. „Der bildschöne Rappe gab seinen Nachkommen ein herausragendes Springvermögen und höchste Leistungsbereitschaft mit“, schreibt das Landgestüt Celle. 3,5 Millionen Euro und die bereits genannten Zahlen bestätigen dies.

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