Mannschaftssiege für Westfalen und Rheinland beim Bundesjungzüchterwettbewerb 2018

Silber Juniorteam

Die Siegerehrung der Junioren: Westfalen gewann vor den Jungzüchtern aus Holstein und Brandenburg-Anhalt. (© Jana Gertz)

Vom 8. bis 10. Juni war das traditionsreiche Gestüt Graditz in Sachsen Kulisse für den Bundesjungzüchterwettbewerb 2018. Dort, wo seit über 150 Jahren Vollblüter gezüchtet werden, schwitzten die Jungzüchter bei hochsommerlichen Temperaturen um die Wette. Besonders für das Rheinland und die Westfalen, hat sich der Einsatz gelohnt.

Aus ganz Deutschland waren die Jungzüchter zu ihrem Saisonhöhepunkt nach Graditz angereist. Die Pferdezuchtverbände stellten 13 Mannschaften, die jeweils in den Altersklassen 14-18 Jahre und 19-25 Jahre am Start waren. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung, die in diesem Jahr schon ihre 22. Auflage erlebte, vom Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen. Neben der Mannschaftswertung, hieß es auch für die Einzelrangierung in den verschiedenen Teilbereichen zu glänzen. Wie bei allen Jungzüchterwettbewerben, wurden die vier Disziplinen Theorie, Vormustern, Beurteilen und Freispringen abgefragt.

Doch nicht nicht nur der Wettkampf stand am Wochenende im Mittelpunkt, auch Teamgeist wurde groß geschrieben. Die Zuschauer feuerten ihre Mannschaften euphorisch an, wobei besonders die mitgereisten Holsteiner-Fans lautstark für Unterstützung sorgten. Die Stimmbänder wurden nicht umsonst strapaziert:  Der Sonderehrenpreis für den besten Teamzusammenhalt ging an die Holsteiner. Insgesamt war man sich anschließend einig: Das Hauptgestüt bot beste Bedingungen für den Bundesjungzüchterwettbewerb 2018, die Stimmung war hervorragend und nach einem abkühlenden Gewitter, fiel auch die Siegesfeier am Samstagabend entsprechend fröhlich aus!

Mannschaftswertung

Bei den 14-18-Jährigen ging der Sieg an die Mannschaft aus Westfalen mit Henrike Erdmann, Charlotte Burbank und Paula Epping. Dabei zeigten die jungen Damen ganz unterschiedliche Stärken: Während Henrike in der Theorie das zweitbeste Ergebnis ihrer Altersklasse erzielte, gewann Charlotte bei der Pferdebeurteilung. Paula konnte mit Platz drei beim Vormustern punkten. Insgesamt kam die Mannschaft auf 945,0 Punkte. Richtig knapp war die Entscheidung zwischen Platz zwei und drei. Hier konnten sich die Holsteiner mit Eva-Maria Speck, Jana Celine Wulff und Lisa Hartmann am Ende mit einem halben Punkt Vorsprung durchsetzen (938,5). Auf dem Bronzerang landete somit das Team aus Brandenburg-Anhalt, bestehend aus Antonia Ritter, Lisanne Dreier und Marie Jurga (938,0).

Bei den Älteren gab es kein Vorbeikommen am Rheinland. Mit fast 30 Punkten Vorsprung sicherten sich Stephan Haarhoff, Joelle Petra Mihm und Yannick Pferdmenges den Sieg in ihrer Altersklasse. In dieser Reihenfolge standen die drei dann auch in der Einzelwertung auf dem Podium, Stephan Haarhoff konnte sich somit über zwei Titel freuen. Rang zwei ging an das Team aus Brandenburg-Anhalt mit Lukas Paulix, Hanna Edler und Teresa Jürgens (944,5). Auch dieses Trio schaffte es in der Einzelwertung jeweils in die Top Ten. Für Holstein waren Johanna Boysen, Dominic Wohlers und Tine Rickers am Start. Das Team landete mit 925,5 Punkten auf Platz drei. Jeder Pferdezuchtverband stellte zudem zwei Reservisten, die in einer gesonderten Wertung ebenfalls ihr Können unter Beweis stellten. Der Gesamtsieg in beiden Altersklassen ging an die Mannschaft aus Brandenburg-Anhalt, vor dem Rheinland und Holstein.

Wiederholungstäterin

Schon im letztem Jahr konnte sich Lisanne Dreier, die für den Zuchtverband Brandenburg-Anhalt startete, über den Sieg in ihrer Altersklasse freuen. Auch in diesem Jahr überzeugte die 15-Jährige vor allem in der Theorie und beim Mustern, so dass sie mit 336,0 Punkten ihren Titel verteidigen konnte. Die Schülerin züchtet schon selbst erfolgreich Deutsche Reitponys, gewann erst vor wenigen Wochen den Tierzuchtpreis Jugend des Landes Brandenburg und ist Mitglied im Pferdezuchtverein Ruppiner Schweiz. Zweite konnte Kim Stöbener aus Hannover mit 328,0 Punkten werden, vor Henrike Erdmann aus Westfalen, die 319,5 Punkte erhielt. In der kombinierten Wertung beider Altersklassen hieß die Siegerin ebenfalls Lisanne Dreier, gefolgt von Stephan Haarhoff und Kim Stöbener.

Am Freitagmittag stand zunächst die Freispringbeurteilung auf dem Programm. Hier demonstrierten erst die Richter an zwei Vorbeurteilungspferde, worauf es ankommt. Danach beurteilten die Jungzüchter selbst jeweils fünf Nachwuchspferde in Trab, Galopp, Manier und Vermögen am Sprung. Die anschließende Theorieprüfung fiel in diesem Jahr besonders anspruchsvoll aus. Alle Teilnehmer waren gemeinsam in der Reithalle einquartiert und tanzten bei der Willkommensparty bis in die Morgenstunden. Dennoch hieß es am Samstag fit für das Vormustern und das Beurteilen zu sein, wobei erstmals auch Stuten mit Fohlen bei Fuß zu bewerten waren. In letzterer Disziplin findet jeweils eine Vorbeurteilung durch die Richter statt. Die von den Jungzüchtern vergebenen Noten sollen anschließend möglichst nah an die von den Richtern festgelegten Noten heranreichen.

Alle Ergebnisse vom Bundesjungzüchterwettbewerb 2018 finden Sie hier.

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