Totilas‘ Vater Gribaldi lebt nicht mehr

Als der Trakehner Hengst Gribaldi vor einer Woche in s’Hertogenbosch aus dem Sport verabschiedet wurde, konnte noch niemand ahnen, dass seine Zeit als „reiner Zuchthengst“ nur eine Woche dauern würde.

Gribaldis Karriere begann vor 14 Jahren, als der Kostolany-Sohn beim internationalen Trakehner Hengstmarkt zum Siegerhengst ernannt wurde. Der Rappe wurde von dem niederländischen Hengsthalter Joep van Uytert erworben. In Holland zählte er schnell zu den beliebtesten Vererbern. Er stelle viele Pferd für die Weltmeisterschaft der Jungen Dressurpferde. Dort ging auch die beiden Söhne, die für den „Superstar-Status“ ihres Erzeugers verantwortlich sind: Painted Black wurde unter Anky van Grunsven Vizeweltmeister hinter der Wunderstute Poetin. Auch Totilas war hochplatziert, damals allerdings noch nicht unter dem Sattel von Edward Gal. Der hatte auch Gribaldi international vorgestellt, Bilder von dem aufgerollten Hals mit blauer Zunge des Rappen illustrierten seinerzeit den ST.GEORG-Artikel „Dressur pervers“.
In der deutschen Zucht gelang es Gribaldi vor allem über seinen Sohn Hofrat, Reservesiegerhengst der Trakehner Körung 2000, und dessen Sohn, den hannoverschen Siegerhengst Hot Line, Einfluss zu nehmen. 2009 wurde All Inclusive v. Gribaldi Reservesiegerhengst bei den Trakehnern. 2010 sollte Gribaldi über die Deckstation Paul Schockemöhle vertrieben werden.
Gestern war Gribaldi, der eigentlich heute auf der Hengstvorführung von Paul Schockemöhle hätte gezeigt werden sollen, in die Tierklinik Telgte bei Münster eingeliefert worden. Dort ist er heute an den Folgen eines Aortabriss verstorben.

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