Trakehner Zucht soll Immaterielles Kulturerbe der UNESCO werden

NeumŸnster – Trakehner Hengstmarkt

Trakehner-Liebe über Generationen: der Trakehner Siegerhengst 2012, Donauruf, mit seiner Züchterin Veronika von Schöning, ihrem Sohn und ihrer Enkelin. (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Die Spanische Hofreitschule ist es schon, der Cadre Noir ebenfalls und die Trakehner wollen es nun auch werden: Immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Sie sind auf einem guten Weg.

Um als Weltkulturerbe anerkannt zu werden, braucht es erst einmal einen nationalen Eintrag. Das ist die Voraussetzung für die internationale Bewerbung. Alle zwei Jahre werden die Bewerbungen hierzulande gesichtet. Beteiligt sind dabei die Länder, die Kulturministerkonferenz, die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien sowie die Deutsche UNESCO-Kommission.

Pro Bundesland können vier Bewerbungen eingereicht werden. Schleswig-Holstein hat nun beschlossen, den Antrag der Trakehner an das Expertenkomitee „Immaterielles Kulturerbe“ bei der Deutschen UNESCO Kommission weiterzuleiten.

Hier werden dann Bewerbungen ausgewählt, die noch durch die Kulturministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung bestätigt werden müssen. Einmal pro Jahr nimmt der Zwischenstaatliche UNESCO-Ausschuss neue Bewerber in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes auf.

Beim Trakehner Verband gab es ein eigenes Projektteam, das die Bewerbung vorbereitet hat, in der es galt, Nicht-Pferdeleuten die Bedeutung der Trakehner Zucht im historischen und im aktuellen Kontext zu erläutern.

Und wer wollte bezweifeln, dass die Trakehner Pferdezucht – die älteste Reitpferderasse Deutschlands – einen Platz als Weltkulturerbe verdient hätte? Schließlich basiert die Zucht noch heute zum Teil auf den Stutenstämmen, die im Zweiten Weltkrieg gerettet werden konnten – beziehungsweise, die ihre Menschen damals gerettet haben, als sie sie bei der Flucht aus Ostpreußen gen Westen begleitet haben. Und bis heute dürfen keine Fremdrassen eingekreuzt werden außer Arabische und Englische Vollblüter sowie Shagya- und Anglo-Araber.

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