Verden: Rotspon und St. Pr. St. Sarah Hannoveraner Hengst und Stute des Jahres

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Hannoveraner Hengst des Jahres: Rotspon. Links im Bild: Christian Müller, Ehefrau von Rotspons verstorbenem Züchter Hans-Heinrich Müller. (© Hannoveraner Verband)

Ein Celler Landbeschäler aus dem Dressurlager wurde im Rahmen des Hannoveraner Hengstmarktes zum Hengst des Jahres gekürt. Der Titel der Stute des Jahres ging an eine Lady, die ihrem Partner stets treu blieb und dabei einen Parcourskracher nach dem anderen lieferte.

Der 22-jährige Landbeschäler Rotspon hält in Celle das Erbe des Rubinstein lebendig. Vor allem über die Mutterseite ist er in den Pedigrees erfolgreicher Sportpferde zu finden, so beispielsweise bei Olympiasieger Showtime v. Sandro Hit (Dorothee Schneider).

Rotspon kam 1995 im Stall von Hans-Heinrich Müller in Stade zur Welt. Gezogen wurde er aus der St.Pr.St. Antalia v. Argentan-Pik Bube-Wendekreis, selbst dreijährig Hannoveraner Reitpferdechampionesse. Der Stutenstamm der Noreja brachte auch das olympische Vielseitigkeitspferd Amadeus von Hendrik von Paepcke.

Rotspon gewann seine Hengstleistungsprüfung in Adelheidsdorf mit einem Gesamtindex von 145,67 Punkten (Dressur: 148,72). Er überholte damals Körsieger Londonderry, der bereits 2013 Hannoveraner Hengst des Jahres geworden war.

Rotspon startete seine Beschälerkarriere auf der Station Oberndorf und brachte gleich aus dem ersten Jahrgang mit der St.Pr.St. Romanze die Siegerstute der Ratje Niebuhr-Schau 2002 in Verden. Rascalino und Royal Blend wurden gekört und ebenfalls in die Celler Hengstriege aufgenommen. Rotspon kann auf fast 100 in der schweren Klasse erfolgreiche Nachkommen verweisen.

Eine fruchtbare Ehe

Als Hannoveraner Stute des Jahres wurde die Staatsprämienstute Sarah v. Sherlock Holmes-Calypso II aus dem Stutenstamm der Adda geehrt. Sie kam bei der Familie Feldmann in Hänigsen zur Welt und startete von dort aus eine fantastische Zuchtkarriere. Schon Sarahs Mutter war eine Springvererberin wie sie im Buche steht. Auch ihre Tochter Sarah demonstrierte einiges an Talent über den Stangen. Anlässlich ihrer Zuchtstutenprüfung erhielt sie eine 9,0 für die Springmanier und eine 10,0 für das Vermögen. Die Gesamtnote lautete 8,0. Zwei-, drei- und vierjährig wurde sie bei Stutenschauen mit der Ia-Prämie bedacht.

Ihr Erfolgspartner war der Celler Landbeschäler Stakkato. Das erste Fohlen der beiden war der Hengst Saint Amour, der gekört wurde, unter Eva Bitter fünf- und sechsjährig das Bundeschampionatsfinale erreichte und später unter dem Schweden Svante Johannsen Siege auf Fünf-Sterne-Niveau feierte und außerdem an den Europameisterschaften 2009 in Windsor teilnahm.

Ähnlich erfolgreich verliefen die Karrieren der weiteren Kinder von Sarah und Stakkato. Sarah Bella wurde im Rahmen der Verdener Elite-Auktion 2003 nach Italien verkauft und verhalf dort Laura Baiguera zu internationalen Erfolgen. gekört wurden neben Saint Amour auch Saint Amour II und Spartakhus. Weitere international erfolgreiche Sportpferde sind Scaglietta (Martina Wrede), Sina Qua Non (Frederik Knorren), Salut d’Amour (Jennifer Fogh Pedersen, Sofia Westborg), Saint Christina (Tobias Clar).

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