Exloo: Viele Schleifen für deutschen Dressurnachwuchs

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Julia Barbian und Der Kleine König, hier bei der Sichtung für den Preis der Besten auf dem Schafhof. (© Jan Reumann)

Eine wirklich internationale Veranstaltung war am Wochenende das Dressur-Nachwuchsmeeting im niederländischen Exloo. Wobei die Siege mehrheitlich im Land blieben. Aber auch die Deutschen schlugen sich gut.

Bei den Junioren war kein Vorbeikommen an Daphne van Peperstraten und dem zehnjährigen KWPN-Wallach Cupido v. Johnson. Die beiden Kür-Europameister sicherten sich Mannschaftsaufgabe, Einzelwertung und Kür in Exloo.

In der Mannschaftsaufgabe ließen sie mit 7,063 Prozent zwei weitere Niederländerinnen hinter sich: Milou Dees auf Francesco v. Florencio-Krack C (70,450 Prozent) und Annelotte Felix im Sattel von Amos v. Flemmingh-Sandro Hit (69,550). Platz vier ging nach Deutschland, an die einstige Siegerin des Deutschen Pony-Derbys, Vivien Lou Petermeier, die für die Juniorentour nun den achtjährigen Hannoveraner Fashion Freak v. Fidertanz-De Niro unter dem Sattel hat. In der Mannschaftsaufgabe erhielten die beiden 69,054 Prozent.

Die Einzelaufgabe von Daphne van Peperstraten und Cupido bewerteten die Richter mit 72,325 Prozent. Vivien Lou Petermeier und Fashion Freak konnten sich mit 70,219 Prozent auf Rang zwei vorschieben. Damit blieb Rang drei für die Italienerin Alice Campanella, Tochter und Schülerin der Olympiareiterin Anna Paprocka-Campanella, auf dem KWPN-Hengst Chin Chan K v. Samba Hit II (69,649).

In der Kür, der Paradedisziplin von van Peperstraten und Cupido, erhielten die Sieger 77,875 Prozent. Auf den Plätzen dahinter tauschten Petermeier und Campanella die Plätze. Die Italienerin wurde mit 73,750 Prozent Zweite vor der Deutschen, die mit 71,557 Prozent aus dem Viereck kam.

Junge Reiter

Die U21-Tour wurde dominiert von Lina Uzunhasan mit der United-Tochter Donna Ray. Uzunhasan ritt ursprünglich für die Türkei, hat inzwischen aber die US-amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen und lebt in den Niederlanden. In der Mannschaftsaufgabe erhielt das Paar 71,535 Prozent. Allerdings waren die drei Richter sich recht uneinig, wie sie van Grunsven-Schülerin bewerten sollten: Die Holländerin Monique Peutz bei E gab ihnen 74,342 Prozent und setzte sie an die Spitze. Cornelia Hinsch, die als deutsche Unparteiische bei M saß, gab 68,816 Prozent, Rang sechs. Und die Richterin bei C, Gabriele Valerianova (CZE), sah Uzunhasan und Donna Ray an zweiter Stelle (71,447).

Hinter den Siegern reihten sich drei deutsche Reiterinnen ein, angeführt von Lisa Breimann auf der Oldenburger Rousseau-Tochter Aida Luna mit 70,877 Prozent. Hier war es die Richterin bei C, die die beiden nur auf Rang sieben sah. Monique Pqutz hatte sie an zweiter Stelle, Cornelia Hinsch an Dritter.

Wäre es allein nach der Chefrichterin bei C und nach Cornelia Hinsch gegangen, hätten Alexa Westendarp und Der Prinz gewonnen. Die beiden hatten den Hannoveraner Diamond Hit-Sohn an erster Stelle. Bei Monique Peutz wäre das Paar auf Rang fünf gelandet.

Sophia Funke und die Hannoveraner Londonderry-Tochter Lousiana K waren das dritte deutsche Paar in der Reihe, Platz vier mit 69,912 Prozent. Mit Kim Brüning war noch eine vierte U21-Reiterin in Exloo am Start. Im Sattel des Westfalen Feivel’s World v. Filmstar belegte sie Platz acht (68,070).

Besser lief es für sie in der Einzelaufgabe.  Hier konnten sie sich als zweitbestes deutsches Paar auf den vierten Platz vorarbeiten (71,184). Vor ihr platziert waren neben der Siegerin Lina Uzunhasan (72,061) noch die Niederländerin Lisanne Zoutendijk auf dem rheinischen Riccione-Sohn Ringo Starr und Alexa Westendarp mit Der Prinz. Beide hatten übrigens 71,447 Prozent auf dem Konto, aber der Chefrichter bei C, Alban Tissot (FRA), sah die Niederländerin vor der Deutschen.

Lisa Breimann wurde Sechste mit 69,518 Prozent. Sophia Funke und Lousiana K schlossen sich als Siebte an (69,430).

In der Kür erhielten Lina Uzunhasan und Donna Ray 75,625 Prozent. Platz zwei ging erneut an das erfolgreiche EM-Paar Zoutendijk und Ringo Starr (73,798). Dahinter konnte sich die Schwedin Elin Mattsson mit dem Hengst Cognac v. Rosevelt unter die ersten drei mischen (72,458).

Diesmal war Kim Brüning mit 72 Prozent auf Rang vier die beste Deutsche. Lisa Breimann wurde Fünfte (71,958), Alexa Westendarp Sechste (71,833) und Sophia Funke Achte (70,458).

U25-Tour

Die beiden U25-Mannschaftseuropameister Bianca Nowag und Fair Play BB waren das Maß der Dinge in der U25-Tour. Einzig in der Kür mussten sie sich geschlagen geben. In der Intermédiaire I erhielt die westfälische Fidermark-Tochter 70,921 Prozent.

Zweite wurde hier die Spanierin Alexandra Barbançon Mestre auf dem KPWN-Hengst Bolero v. Johnson mit 69,254 Prozent vor einem weiteren spanischen Paar, nämlich Antonio Laiz Zandio im Sattel des Don Romantic-Sohnes Gejholms Menotti (67,061).

Sophia Funke war auch in der U25-Tour am Start und hatte dafür den Oldenburger Diamond Rex v. Dr. Doolittle gesattelt. Mit 65,833 Prozent wurden die beiden Vierte.

Im U25-Grand Prix setzten Bianca Nowag und Fair Play BB sich mit 69,767 Prozent an die Spitze. Dahinter tauschten die beiden Spanier die Plätze. Antonio Laiz Zandio wurde Zweiter (66,938) vor Barbançon Mestre (66,085). Sophia Funke musste sich mit Rang fünf von fünf Teilnehmern zufrieden geben (63,798).

In der Kür waren dann nur noch vier Paare am Start. Lisanne Zoutendijk gewann die Prüfung mit 71,250 Prozent im Sattel des Jazz-Sohnes Watteau vor Nowag und Fair Play (70,542). Sophia Funke und Diamond Rex kamen mit 64,625 Prozent aus dem Viereck. Der vierte Starter war Antonio Laiz Zandio. Der gab allerdings auf.

Ponys

Sowohl Mannschafts- als auch Einzelaufgabe der Ponyreiter wurden zur Beute des EM-Paares Julia Barbian und Der Kleine König. In der Mannschaftsaufgabe erhielten die beiden 73,632 Prozent, in der Einzelaufgabe 73,821 Prozent. Lediglich in der Kür mussten sie sich geschlagen geben.

Dort kamen die Reiterinnen zum Zuge, die sich in den Prüfungen davor vergeblich bemüht hatten, an Barbian vorbeizuziehen. In der Mannschaftsaufgabe ging Platz zwei an Micky Schelstraete auf Elin’s Noncisdador (71,325) vor Shanna Baars und Don Camillo Du Bois (70,855).

Die beiden weiteren deutschen Reiterinnen im Ponylager, Lea Marie Golkowski auf High Five und Laura-Franziska Riegel mit Cinderella M WE, endeten hier auf den Plätzen 22 (66,624) und 27 (65,983).

In der Einzelaufgabe blieb es unter den Top drei wie gehabt – Barbian vor Schlestraete (72,821) und Baars (70,325).

Deutlich besser lief es diesmal für Lea Marie Golkowski: Platz sieben mit 69,350 Prozent. Und auch Laura-Franziska Riegel machte Boden gut: Rang zehn mit 68,862 Prozent.

In der Kür waren die Top drei in niederländischer Hanv. Es siegte Shanna Baars auf Don Camillo du Bois mit 75,750 Prozent vor Micky Schelstraete auf Elin’S Noncisdador (74,125) und Fleur Prinsen mit Next Black Magic (72,875).

Beste Deutsche war diesmal Laura-Franziska Riegel mit Cinderella auf Rang vier (71,458) vor Lea Marie Golkowski und High Five, die sich als Fünfte anschlossen (71,167).

Bei Julia Barbian und Der Kleine König war in der Kür der Wurm drin. Sie wurden Zehnte von zehn Paaren mit 67,542 Prozent.

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