EM Malmö: Zweimal Gold und einmal Silber

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Malmö Ribersborg-Park 01.09.2013 Europameisterschaften Vielseitigkeit/Military: hier Ehrung: Teamgold für Deutschland v.l.n.r. Michael Jung, Ingrid Klimke, Dirk Schrade und Andreas Dibowski Foto: ©Julia Rau Am Schinnergraben 57 55129 Mainz Tel.: 06131-507751 Mobil: 0171-9517199 Rüsselsheimer Volksbank BLZ 500 930 00 Kto.: 6514006 Es gelten ausschliesslich meine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (© Julia Rau)

Die deutschen Buschreiter haben es dem Rest Europas wieder gezeigt. Sie verteidigten ihren EM-Titel von 2011, Michel Jung seinen Einzeltitel und Ingrid Klimke arbeitete sich sensationell auf den Silberrang vor.

Mit zwei Springfehlern Vorsprung lag das deutsche Team nach dem Gelände, vor dem Springen in Führung. Die sind schnell verbraucht, sagte Bundestrainer Hans Melzer. Am Ende des Springens, das die Reihenfolge auf den vorderen Plätzen noch heftig durcheinander wirbelte, wurden die Deutschen Europameister mit 116,20 Punkten vor Schweden (134) und Frankreich (151,60).

Michael Jung, der deutsche Doppelolympiasieger von 2012, holte sich den vierten internationalen Titel in Folge kein Reiter der Welt hat auch nur ansatzweise eine derartige Siegesserie vorzuweisen. Ein Abwurf von Halunke gleich am ersten Hindernis konnte weder Jungs Goldmedaille noch die des Teams gefährden. Ich wurde bei dem Fehler etwas nervös, er wurde ein bisschen stark. Ich muss ihn mehr zusammen nehmen, dann ging es wieder gut, sagte er. Mit 32,60 Minuspunkten blieb Jung deutlich vor Ingrid Klimke, die sich mit einer tadellosen fehlerfreien Runde vom vierten Platz auf den Silberrang vorgearbeitet hatte (39,40). Bronze ging an den Briten William Fox-Pitt auf Chilli Morning (40,60). Der Sieger vieler großer Prüfungen wartet immer noch auf einen ersten Einzeltitel.
Mit Einzelreiter Peter Thomsen auf Cayenne (42,60, 5.) und Dirk Schrade auf Hop and Skip, (44,60, 6.) konnten sich zwei weitere Deutsche im Vorderfeld behaupten.

Der vierte Mannschaftsreiter Andreas Dibowski auf Avedon musste im Springen noch eine besondere Herausforderung meistern: Als er einritt, fegte eine Sturmböe über den Platz und riss Sprung zwei komplett um, als er ihn gerade überwunden hatte. Das Springen musste unterbrochen werden. Zum Glück hat mein Pferd die Nerven behalten, sagte Dibowski. Er wurde mit 52 Punkten 16.

Auch Einzelreiter Benjamin Winter auf Ispo konnte mit seinem Ergebnis zufrieden sein. Nach einer ordentlichen Dressur, einem schnellen Gelände mit nur zwei Zeitfehlern und einem Abwurf im Springen wurde er mit 54,20 Punkten 18. Alle Reiter kamen ohne Hindernisfehler im Cross ans Ziel, alle am Ende unter den Top 18, vier unter den Top sechs, und das mit championatsunerfahrenen Pferden das Trainer-Duo Hans Melzer und Chris Bartle hat wieder mal eine Sensation vollbracht.

Der Rest Europas guckte staunend zu. Nach den Aussichten für die Briten gefragt, die zum ersten Mal seit 20 Jahren ohne Mannschaftsmedaille nach Hause kamen, sagte Bronzemedaillengewinner William Fox-Pitt: Der Sport ist technischer geworden. Früher mussten wir nur in der Dressur dazu lernen, jetzt auch im Gelände und im Springen. Aber das Leben geht nach Zyklen. Die Deutschen werden nicht für immer siegen. Hofft er.

Gabriele Pochhammer

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