Ex-Weltmeister der jungen Dressurpferde und Burg-Pokal Sieger Desperado gestorben

Desperado OLD v. Dressage Royal mit Nadine Plaster auf dem Weg zur Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde 2008. (© www.st-georg.de)

Eines der einst talentiertesten Dressurpferde Deutschlands lebt nicht mehr.

Vor zwei Monaten verstarb der 2003 geborene Oldenburger v. Dressage Royal-Rouletto. Wie und warum, ist nicht ganz klar. Eurodressage hatte bei Desperados Reiterin Carola Koppelmann und dem Besitzer Ralf Hartmann nachgefragt, aber keine Antwort bekommen.

Desperado erblickte das Licht der Welt im Züchterstall v. Karl Lenk. Über die Oldenburger Elite-Auktion 2007 wechselte er für 210.000 Euro zu Nadine Plaster und Simon Kohlenbrenner von der Pferd 24GmbH. Mit Plaster im Sattel wurde er ein Jahr später Weltmeister der fünfjährigen Dressurpferde in Verden. Im Folgejahr belegte er Rang sechs.

2011 hatte er den Sprung in die schwere Klasse geschafft und siegte im Nürnberger Burg-Pokal Finale. Das allerdings schon unter seiner neuen Reiterin Carola Koppelmann. Sie hatte den Wallach 2010 übernommen. 2012 gaben die beiden ihr Grand Prix-Debüt. Sie belegten Rang sieben im Louisdor-Preis. 2013 ging Desperado sein letztes Turnier in München, wo er Dritter im Grand Prix und Zweiter im Special wurde. Seitdem hatte man von Desperado nichts mehr gehört.

Die Pferd24 GmbH hatte derweil einen Vollbruder zu Desperado gezogen: Drip Drop. Der Siebenjährige gab gerade sein Debüt in der Klasse S unter Nadine Plaster und belegte auf Anhieb Rang zwei mit 70,44 Prozent. Besitzer des Wallachs ist Elmar Fischer.



  1. Svenja

    Hört sich für mich gar nicht koscha an.
    Ist die eine Sache das sie der Presse gegenüber keine Infos über seinen Tod geben wollen, die andere Sache ist das man auf einmal nichts mehr von einem Pferd hört das theoretisch auf der Überholspur mit seiner Reiterin war.

    Allerdings weiß ich auch nicht ob ich bzw. wir das wirklich wissen wollen, was da schon wieder abging oder vielleicht abging.

    Schade um die tollen Pferde… wird Zeit das die *ganze* Pferdewelt erkennt das man als Team weit mehr erreicht und vorallem auf einen längeren Zeitraum. Gesundheit steht an erster Stelle und das sollte man für seinen Partner gar nicht erst in Frage stellen.


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