Blog CHIO Aachen 2017/1: Aachener Wetter – darauf ist Verlass

CHIO Aachen 2017: Roter Teppich bei der Media-Night

CHIO Aachen 2017: Roter Teppich bei der Media-Night (© CHIO Aachen/ Michael Strauch)

Sturmwolken über und leere Kutschen in der Soers. Journalisten mit einer harten Nacht und Veronika Ferres als Putzfrau. St.GEORG-Herausgeberin Gabriele Pochhammer über das Programm zum Auftakt des CHIO Aachen.

Es hätte schlimmer kommen können. Das angekündigte Unwetter streifte das Aachener Stadion nur, die Gewitterwolken, die sich bereits in Sichtweite drohend aufgetürmt hatten, entluden sich nicht direkt über der Soers, aber es regnete doch Katzen und Hunde, wie der Brite sagen würde. Eine Windböe brachte auf dem Dressurviereck den Westfalen Escolar von Hubertus Schmidt kurzfristig um die Contenance und drehte die Regenschirme des Parcourspersonals im Springstadion um. Der Preis von Europa wurde für eine halbe Stunde unterbrochen. Die Unwetterwarnung hatte dafür gesorgt, dass die Händler vorzeitig ihre weißen Zelte geschlossen hatten. In solchen Momenten hat nicht mehr der Veranstalter, sondern die Polizei das Heft in der Hand, dann geht halt nichts mehr. Gegen eine Abkühlung hatte niemand was, mit 30 Grad war die Soers den ganzen Tag zum Glutofen geworden; bei Pferden, Reitern und Zuschauern lief der Schweiß. Hohe Zeit für Sommerfähnchen. Aber keine Klagen, verregnete Aachen-Jahre gab es schon genug. Zwischendurch, nach deutlicher Abkühlung, erklang der Ruf nach Wetterjacke und Regenhut, aber bei den letzten Ritten schien wieder die Sonne und die ersten Fächer wurden auf der Haupttribüne gewedelt.

Kein CHIO Aachen ohne Media-Night

Die gestrige Eröffnungsfeier plus Media-Night mit anschließender Party im VIP-Palast, sprich Champions Circle, hatte bei einige Akteuren Spuren hinterlassen, auch bei Kollegen aus der Medienwelt. Da konnte sich der eine oder andere nicht mehr daran erinnern, wann er wie nach Hause gekommen war und vor allem, woher er die Motivation für die heutigen Aufgaben nehmen sollte, sei es am Laptop, sei es hinter der Kamera.

Die Media Night war wie immer Tummelplatz der Szene, A- bis C-Promis und jeder Menge Adabeis. Die Schauspielerinnen Uschi Glas und Isabelle Hupperts wurden gesichtet, auch der neue Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, genoss seinen ersten Aachen-Auftritt als NRW-Boss.

Als Überreicherin der Medienpreise Silbernes Pferd kam Veronika Ferres eine tragende Rolle zu. Zur Zeit ist sie mit ihrem neuen Film „Unter deutschen Betten“ beschäftigt und da ist man ja gespannt, was sich hinter dem prickelnden Titel verbirgt. Eine Spontanbefragung unter Kollegen zum Thema verlief unspektakulär. Gar nichts, bei der einen, ein Frühstückstablett beim nächsten und ein Kasten mit Gästebettwäsche beim dritten. Ferres soll auch als Klo-putzende Reinigungskraft zu sehen ein. Die für die Rollenbesetzung Verantwortlichen werden sich ja was dabei gedacht haben.

Als Partnerland ist in diesem Jahr Holland an der Reihe. Zwar ließ sich der König entschuldigen, auch Queen Maxima und die drei pferdebegeisterten Töchter hatten nicht den Weg in die Soers gefunden, weil sie in Urlaub waren, aber Kutschen aus dem royalen Marstall geschickt. Wobei eine leere Kutsche, auch wenn sie von bestens herausgebrachten Pferde gezogen wird, ja etwas Trostloses hat. Ein schickes Pärchen auf den gepolsterten Bänken hätte sich gut gemacht. Als Vertreterin des Königshauses wird die Tante des Regenten, Prinzessin Magriet, erwartet

Auch die Reiter nutzen die Media Night zum Aufwärmen, stimmungsmäßig gesehen. Isabell Werth tätschelte ihr silbernes Pferdchen, das sie als Persönlichkeit des Jahres bekommen hatte. „Lifetime Award“, sagte sie. Eigentlich ein bisschen früh, schließlich ist die Multi-Olympionikin nicht mal 50. Da kommt noch einiges, da bin ich sicher. Die Schönste des Abends war unstrittig Dressurolympiasiegerin Kristina Bröring-Sprehe, die zierliche Figur, bei der jedes Möchtegern-Top-Model vor Neid erblassen könnte, in zartes Apricot gehüllt. Einfach toll. Aber angesichts der Tatsache, dass man ja zum Reiten und nicht zum Feiern gekommen war, traten Werth und Co früh den Heimweg an ins Mannschafthotel Leonardo, fußläufig zu erreichen, was sich das Management teuer bezahlen lässt. Mehr als 300 Euro pro Nacht für allenfalls Mittelkasse, ab Montag kann man dann wieder für 59 Euro dort nächtigen.


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