Tierschutzfall Brandenburg: zwei weitere Pferde eingeschläfert

Nachdem im Brandenburgischen Linow etwa 160 Pferde vom Amtstierarzt beschlagnahmt wurden, werden sie weiter identifiziert und geimpft. Außerdem mussten mittlerweile zwei weitere Pferde eingeschläfert werden, die Hengste waren zu gefährlich.

Wie die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) berichtet, gehörten die schon am vorigen Dienstag eingeschläferten Pferde zu einer Herde von elf Hengsten, die vollständig wild gehalten wurden. Sie mussten deshalb mit einem Betäubungsgewehr geschossen werden. Bereits als die Herde vor zwei Wochen beschlagnahmt worden war, hatten zwei Stuten wegen unbehandelter Wunden eingeschläfert werden müssen.
Die Anzahl der höchstens zweijährigen tragenden Stuten hat sich derweil auf mindestens 20 erhöht. Ob sie die Geburten die ersten stehen nach Einschätzung von Amtstierarzt Matthias Rott in etwa vier Wochen an überstehen werden, ist noch nicht klar.
Die Kosten haben sich für den Kreis mittlerweile auf etwa 250.000 Euro erhöht. An insgesamt vier Standorten werden die Pferde von Pflegern und Tierärzten betreut. Nachdem die Tiere, geimpft, entwurmt und identifiziert wurden, sollen sie verkauft werden. Aber auch das wird die Ausgaben keinesfalls decken, wie ein Blick auf erste Gutachterschätzungen zeigt. Demnach muss der Wert der Tiere zwischen 200 und 300 Euro veranschlagt werden.

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