CDI Le Mans: Marcus Hermes und Abegglen FH auf Erfolgskurs

Pferdesport Dressur

Marcus Hermes und Abegglen FH belegten Platz fünf im Finale des Louisdor-Preis 2018 in der Frankfurter Festhalle. (© www.toffi-images.de)

Das französische Le Mans ist vor allem für das 24-Stunden-Autorennen bekannt, das seit fast 100 Jahren rund um die Stadt ausgetragen wird. Vergangenes Wochenende ging es dort im Dressurviereck zwar weniger rasant, aber dennoch ziemlich spannend zu. Während Marcus Hermes in der CDI 3*-Tour erfolgreich abschnitt, glänzte seine Schülerin Lucie-Anouk Baumgürtel bei den Ponys und Junioren.

Als einziges deutsches Paar bestritten Marcus Hermes, Bereiter auf dem Freiberger Hof, und Abegglen die CDI3*-Tour in Le Mans. Noch im Dezember waren die beiden erfolgreich beim Finale des Louisdor-Preis am Start gewesen, belegten dort Platz fünf. Im Grand Prix am Freitag gab es dann 71,522 Prozent und Rang zwei für den Pferdewirtschaftsmeister und seinen neunjährigen Ampere-Sohn. Der ehemals gekörte Westfale ist übrigens inzwischen als Wallach unterwegs und bringt besonders viel Talent für Piaffen und Passagen mit. Le Mans war erst der zweite internationale Start für das Paar überhaupt. Der Sieg in dieser Prüfung ging an den Luxemburger Nicolas Wagner und Quater Back Junior (72,109 Prozent), Platz drei belegten Diederik van Silfhout (NED) und Expression (71,370 Prozent).

Im Grand Prix Special wiederholten Marcus Hermes und Abegglen ihren zweiten Platz, dieses Mal kamen die beiden auf 71,298 Prozent. Drei der fünf Richter hätten das Paar sogar ganz vorne gesehen. Diederik van Silfhout und Nicolas Wagner tauschten hingegen die Plätze: Mit 71,617 Prozent ging der Sieg an den Niederländer und seinen zehnjährigen Hengst Expression, Wagner und Quater Back Junior verließen das Viereck mit 70,936 Prozent.

Die Grand Prix-Kür ging an die seit 2018 für Frankreich reitende Spanierin Morgan Barbançon und Bolero. Erst im vergangenen Jahr hatte die 26-Jährige den KWPN Wallach von ihrer Schwester Alexandra übernommen. 75,235 Prozent in der Kür waren eine neue Besteleistung für das Paar, das nach einem teuren Patzer im Grand Prix noch mit Platz acht hatte Vorlieb nehmen müssen. Der Spanier Borja Carrascosa  kam mit ein Ein Traum (74,23 Prozent) auf Rang zwei. Dritte wurden Marlies van Baalen (NED) und Ben Johnsen mit 73,825 Prozent.

Schleifenregen für Lucie-Anouk Baumgürtel

Lucie-Anouk Baumgürtel zählt zweifelsohne zu den talentiertesten Nachwuchsreiterinnen in Deutschland. Die mehrfache Pony-Europameisterin mischt seit kurzem auch bei den Junioren mit und schickt sich an, dort nahtlos an ihr Erfolge im Ponysattel anzuknüpfen. Mit Sweetheart landete sie in der Einzelaufgabe der Junioren zunächst auf Rang zwei (69,706 Prozent), hinter der Niederländerin Sanne van der Pols mit Cuvanck (70,196 Prozent). In der Kür legte Lucie-Anouk dann noch eine Schippe drauf: Mit 73,492 Prozent galoppierte sie mit der zehnjährigen Hannoveraner Stute Sweetheart am Ende in der Ehrenrunde ganz vorne. Sanne van der Pols musste sich mit 72,717 Prozent geschlagen geben.

Auch in den Ponyprüfungen gab es kein Vorbeikommen an der 15-Jährigen Lucie-Anouk: Am Freitag belegte sie auf Classic Dream (74,286 Prozent) und Coriander (73,476 Prozent) die Plätze eins und zwei. In der Einzelaufgabe am Samstag setzte sie sich auf Coriander mit 73,378 Prozent recht deutlich gegen die Konkurrenz durch. Auf Classic Dream erhielt sie 65,956 Prozent – Rang zehn. Für die Kür sattelte Lucie-Anouk dann noch einmal den zehnjährigen Fuchswallach Coriander. 79,125 Prozent standen für die beiden auf der Tafel – das waren fast vier Prozent mehr, als die zweitplatzierte Robin Heiden (NED) mit Colourfull Cannonball erhielt (75,834 Prozent). Lana-Pinou Baumgürtel, die jüngere Schwester von Lucie-Anouk, schrammte an allen drei Tagen auf Cute Mrs. Polly ganz knapp an einer Platzierung vorbei.

Alle Ergebnisse vom CDI Le Mans finden Sie hier.

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