Dressur-Weltcup-Etappe Zakrzów: Doppelsieg für Anne Meulendijks, Schleifen für Langehanenberg

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Anne Meulendijks und Avanti beim CHIO Aachen. (© von Korff)

Im polnischen Zakrzów ging es letztes Wochenende für die Dressurreiter um Weltcup-Punkte. Die meisten davon sammelte die Niederländerin Anne Meulendijks.

Mit ihrem bewährten Avanti, der sie schon seit Junge Reiter-Tagen begleitet und den sie auch bei ihrem ersten Senioren-Championat, der EM in Rotterdam, ritt, gewann Anne Meulendijks sowohl den Grand Prix als auch die Weltcup-Kür.

Im Grand Prix reichten ihnen 72,652 Prozent zum Sieg vor dem Österreicher Christian Schmumach auf der zwölfjährigen westfälischen Don Schufro-Tochter Donna Karacho mit 71,130 Prozent. Dritter wurde mit Tommie Visser auf Chuppy Checker CL v. Osmium ein weiterer Niederländer (70,696), dicht gefolgt von Emma Kanerva (FIN) auf dem Hannoveraner Dambacu v. Danone II (70,543).

In der Grand Prix Kür war die Rangierung auf den ersten drei Plätzen dieselbe wie im Grand Prix. Mit 79,480 Prozent setzten Anne Meulendijks und Avanti sich unangefochten an die Spitze. Christian Schumach und Donna Karacho waren mit 76,385 Prozent zweitbestes Paar. Dahinter folgten Tommie Visser und Chuppy Checker mit 74,615 Prozent.

Kür-Premiere für „Mausi“

Das einzige deutsche Paar der Weltcup-Etappe in Zakrzów waren Helen Langehanenberg und die Holsteiner Conteur-Tochter Annabelle aus der Zucht und im Besitz von „Brillen-König“ Günther Fielmann.

Im Grand Prix lief es noch nicht wirklich rund für die hochgewachsene Braune, die im Stall auf den Spitznamen „Mausi“ hört. Mit 64,717 Prozent belegten die beiden Rang acht von elf Teilnehmern. Auf ihrer Facebook-Seite schrieb Helen Langehanenberg später:

„Reiterlich war heute noch Luft nach oben …“ Beim Abreiten war noch alles in Ordnung: „Ich glaube, so gut war sie wirklich noch nie!“ Aber als erstes Paar nach der Pause in der Prüfung seien sie durch den Lautsprecher aus dem Konzept gebracht worden, der sie aufrief. „Wir haben nicht sofort wieder zusammengefunden. Es waren einfach zu viele Fehler in der Aufgabe, allerdings auch tolle Momente. Da hilft wohl nur weiter üben!“

Das konnte das Paar noch an diesem Wochenende. In der Grand Prix Kür, der ersten für Annabelle, lief es denn auch schon wesentlich besser: Rang vier mit 73,670 Prozent und ein positives Fazit von Helen Langehanenberg: „Ich bin sehr froh, dass uns heute ein ordentlicher Abschluss in Zakrzów gelungen ist! Wir waren Vierte in unserer ersten Kür überhaupt und können jetzt mit einem guten Gefühl nach Hause fahren und noch ein kleines bisschen weiter üben!“